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03.05.2005

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Gen–Mais für den Futtertrog

In Brandenburg ist der Anbau auf etwa 240 Hektar vorgesehen

POTSDAM In Brandenburg wird in diesem Jahr voraussichtlich auf etwa 240 Hektar gentechnisch veränderter Mais als Viehfutter angebaut. Diese Zahl nannte gestern Nora Mannhardt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der dem Anbau von Gen-Pflanzen kritisch gegenübersteht und regelmäßig die bei den Behörden angemeldeten Flächen überprüft.

Ursprünglich waren zum Jahresbeginn beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sogar 500 Hektar aus Brandenburg für den Anbau von Gen-Mais angemeldet worden. Das ist die Hälfte der für ganz Deutschland registrierten Anbaufläche. Im Laufe der Zeit haben aber einige Landwirte ihre Flächen wieder zurückgezogen. Zum Teil haben nach MAZ-Informationen die Eigentümer der Flächen ihre Pächter überzeugt, auf den Genmais-Anbau zu verzichten.

Der von dem US-Konzern Monsanto entwickelte Mais ist gegen den Maiszünsler resistent, das ist ein Insekt, das bis zu 30 Prozent der Ernte vernichten kann. In Brandenburg ist der Schädling vor allem im Oderbruch verbreitet.

Der Anbau von Genmais ist umstritten, weil vor allem Öko-Bauern fürchten, dass der eigene Mais mit Gen-Saatgut verunreinigt werden könnte und damit nicht mehr für die Öko-Produktion geeignet ist. In Brandenburg bietet der Futtermittelhersteller Märka aus Eberswalde (Barnim) allen Bauern in der Nachbarschaft von Gen-Feldern deshalb vorsorglich an, ihre Ernte zum üblichen Marktpreis aufzukaufen.

Die brandenburgische Landesregierung steht dem Anbau von Genmais grundsätzlich skeptisch gegenüber. Es sei wenig sinnvoll, in Zeiten latenter Überproduktion den Ertrag landwirtschaftlicher Produkte auch noch mit allen Mitteln steigern zu wollen, sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. us

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