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16.04.2007

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Liegewiese für Park Babelsberg

Dorgerloh macht Kompromissvorschlag / Ab Sonnabend Bußgelder

PEER STRAUBE

BABELSBERG Im Streit um die neue Parkordnung für den Babelsberger Park hat Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Schlösserstiftung, Entgegenkommen signalisiert. In einer von der Linkspartei-PDS initiierten Veranstaltung bot der Stiftungschef gestern an, in einem Bereich des Parks eine Liegewiese nach dem Vorbild der Anlagen in Sanssouci und im Neuen Garten einzurichten. Wo und unter welchen Bedingungen dies geschehen könnte, müsse in Gesprächen mit der Stadt und der neuen Bürgerinitiative geklärt werden, sagte Dorgerloh.

Zugleich steckte der Generaldirektor jedoch die Grenzen für Lockerungen eng. Weder könne der Park als Hundeauslaufplatz, noch die Uferzone für sonnenhungrige Badegäste freigegeben werden. Auch das Strandbad gehöre langfristig nicht in eine Weltkulturerbelandschaft, sagte Dorgerloh. So lange das Bad dort betrieben werde, müsse sich das Planschen auch auf diesen Bereich beschränken.

Zugleich verteidigte der Stiftungschef die Parkordnung, wonach Verstöße mit Bußgeldern geahndet werden können. Er hielt den rund 50 Anwesenden die alte DDR-Parkordnung für Babelsberg vor die Nase und zitierte genüsslich einige Passagen. "Hunde sind an der kurzen Leine zu führen", heißt es in demDokument. Auch das Fahrradfahren war nicht gestattet, noch nicht einmal das "Mitführen" eines Drahtesels. Immerhin war "Ballspielen auf der Wiese am Mühlentor" erlaubt, Sportveranstaltungen waren "meldepflichtig". Beim Fahrradfahren sei man sogar lockerer geworden als früher, sagte Dorgerloh. Schließlich dürften nun alle asphaltierten Wege im Schritttempo befahren werden. Mit dem Erheben von Bußgeldern wolle man erst am kommenden Sonnabend beginnen, sagte Dorgeloh. Bislang habe man es bei Ermahnungen und Hinweisen belassen. Alle Parkwächter seien aufgerufen, Augenmaß walten zu lassen, beteuerte der Generaldirektor. Ein Vertreter der Bürgerinitiative hatte zuvor kritisiert, die Ordnungshüter würden selbst Kinder regelrecht von den Wiesen "verjagen". Dorgerloh hielt entgegen, man müsse der zunehmenden Schädigung des Parks Rechnung tragen. Inzwischen seien sogar schon professionelle Hundeausführer aus Berlin mit Rudeln von Vierbeinern in der Anlage unterwegs. Auch der Leistung der Gärtner, die viel Arbeit in die Wiederherstellung der Jahrzehnte vernachlässigten Anlage gesteckt haben, müsse Rechnung getragen werden.

Dorgerloh bekräftigte die Forderung, die Stiftung brauche jährlich 25 Millionen Euro zusätzlich für Sanierungen in den Schlössern und Gärten.

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