08.12.2011: Das Finanzministerium lobt einen Kunstwettbewerb zur Gestaltung des Innenhofes aus. » Mehr
24.11.2011: Rund 10.000 Menschen kommen zum öffentlichen Richtfest. » Mehr
16.11.2011: Dank einer erneuten Spende von Hasso Plattner kann das Gebäude nun doch statt eines Zinkdaches ein Kupferdach bekommen. » Mehr
08.11.2011: Ein Musterbüro zeigt, wie die künftige Ausstattung der Arbeitsräume im neuen Landtag aussehen wird. » Mehr
26.08.2011: Das brandenburgische Finanzministerium und das Bauunternehmen BAM teilen mit: Ein Kupferdach würde Mehrkosten von rund 1,6 Millionen verursachen. Nur wenn der Verein Potsdamer Stadschloss diese innerhalb kürzester Zeit aufbringen könnte, würde der Kupfer-Variante dem Zinkdach der Vorzug gegeben. Dies gelingt nicht.
Juni 2011: Der Bauplan ist inzwischen rund zehn Monate im Verzug.
19. Mai 2011: Die Rohbauarbeiten haben begonnen. » Mehr
09.05.2011: Brandenburgs Finanzminister Helmut Markov (Linke) teilt mit, dass das neue Stadtschloss Kunstwerke im Wert von 1,1 Millionen Euro schmücken sollen. Wer die Werke gestalten darf, ist jedoch noch nicht entschieden.
23.04.2011: Der Kulturausschuss Potsdams befürwortet, die Plastik „Die Aufbauhelferin“ des Künstlers Eberhard Bachmann, mit neuer Widmung von der Burgstraße in die künftige Humboldtstraße zwischen Stadtschloss und Palasthotel umzusetzen. Dort soll die Skulptur an die Leistungen der Trümmerfrauen der Nachkriegszeit erinnern. » Mehr
29.03.2011: Potsdams Linke fordern von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) eine Plakette am zukünftigen Stadtschloss. Sie soll an die Opfer der Proteste gegen das Kapp-Lüttwitz-Regime im März 1920 erinnern. Damals wurden zahlreiche Potsdamer Betriebe bestreikt. Am 16. März kam es zu einer Demonstration auf dem Luisenplatz; Hermann Elflein sprach zu den Versammelten. Von dem Platz aus setzte sich ein Zug mit 1.000 Protestierenden in Bewegung. Am Stadtschloss angekommen, ließ der Führer der dort stationierten Wachtruppe auf die Demonstranten schießen. Laut dem Kreisvorsitzenden der Linken, Sascha Krämer, waren vier Tote und viele Verwundete zu beklagen.
16.02.2011: Feierliche Grundsteinlegung. » Mehr
01.02.2011: Auf der Landtagsbaustelle am Alten Markt in Potsdam wurde eine Musterfassade des künftigen Parlamentsgebäudes enthüllt. Sie zeigt die ursprüngliche Farbe des Schlosses und Architekturdetails. » Mehr
17.12.2010: Der Antrag der CDU-Landtagsfraktion auf eine Kostenbegrenzung für den Landtagsneubau ist von der rot-roten Mehrheit im Parlament bei der Abstimmung des Landeshaushaltes für 2011 abgelehnt worden. Angesichts jüngst bekannt gewordener Mehrkosten für den Landtagsneubau wollte die CDU-Fraktion die Ausgaben für den Landtagsneubau auf 120 Millionen Euro begrenzen. Dies hätte dem ursprünglich vorgesehenen Betrag für den Parlamentsneubau entsprochen. » Mehr
16.12.2010: Die Kunst- und Ausstattungskommission für den neuen Landtag trifft sich zu ihrer konstituierenden Sitzung. Die Kommission soll das Projekt „Kunst am Bau“ begleiten sowie die Interessen des Landtages bei Fragen der Ausstattung und Bemusterung des Landtagsneubaus gegenüber dem Ministerium der Finanzen vertreten.
08.12.2010: Der Neubau des Landtags in Potsdams Mitte wird erheblich teurer als ursprünglich geplant. Nach Berechnungen des Finanzministeriums belaufen sich die Mehrkosten nach jetzigem Stand auf insgesamt 15,4 Millionen Euro. Das sind etwa 13 Prozent der vereinbarten Baukosten (120 Millionen Euro). Das geht aus einem vertraulichen Papier von Finanzminister Helmuth Markov (Linke) hervor, das der MAZ vorliegt. » Mehr
25.10.2010: In der roten Infobox auf dem Alten Markt wird eine neue Dauerausstellung eröffnet. Sie informiert über die Geschichte des Standorts, die architektonische Idee und die künftige Nutzung des Gebäudes. » Mehr
25.08.2010: Finanzminister Helmuth Markov (Linke) gibt im Wirtschaftsausschuss des Landtags bekannt, dass sich der Neubau des Landtags um drei Monate verzögert. Der Abschluss der Bauarbeiten war ursprünglich für Ende 2012 geplant. » Mehr
25. März 2010: Der Neubau des Landtages Brandenburg auf dem Alten Markt in Potsdam beginnt. Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD), Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und Architekt Peter Kulka vollziehen den ersten Spatenstich gemeinsam mit Finanzminister Helmuth Markov (Linke) und dem Bauträger, der BAM Deutschland AG. Begleitet wird die Feierlichkeit von jugendlichen Demonstranten, die mehr Engagement für die Jugendkultur in Potsdam forderten. Vereinzelt sind auch „Stasi raus”-Rufe zu hören.
17. März 2010: Beim Bau des neuen Landtages in der äußeren Form des früheren Stadtschlosses am Alten Markt soll das knobelsdorffsche Treppenhaus nach originalem Vorbild wieder erstehen. Das hat das Finanzministerium in Beantwortung einer Anfrage der CDU-Landtagsfraktion erklärt. Man werde sich dem Original „so weit wie möglich annähern“.
13. Februar 2010: Die letzten Planungsdetails sind geklärt. „Damit kann mit dem Bau wie geplant Ende März begonnen werden“, sagt der neue Finanzminister Helmuth Markov (Linke). Bei einem Arbeitstreffen mit Vertretern des Baukonsortiums BAM Deutschland AG, des Vereins Potsdamer Stadtschloss und der Initiative „Mitteschön“ sowie mit dem Architekten Peter Kulka wurde vereinbart, dass durch den Einbau von drei verschiedenen Fenstertypen eine deutlichere Annäherung an die Vielfalt der Knobeldorffschen Fassaden erreicht werden soll.
3. September 2009: Der Weg fürden Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses als Sitz des Brandenburger Landtags ist frei. Finanzminister Rainer Speer (SPD) und Vertreter der niederländischen Royal Bam Group haben die Verträge unterschrieben. Zuletzt haben sogar überzeugte Kritiker den vom Dresdner Architekten Peter Kulka vorgelegten Neubauentwurf als gelungen gelobt. „Es ist nicht mehr das Stadtschloss Friedrichs des Großen, sondern ein moderner Landtag“, betont Kulka.
24. August 2009: Der Architekt des Siegerentwurfes für den Landtagsneubau, Peter Kulka, erwartet von dem Bau eine Initialzündung für die Stadt. In einem Interview mit der Berliner „Morgenpost“ kündigt Kulka an, möglichst viele Originalteile des früheren Stadtschlosses wieder zu verwenden. „Wir nehmen Knobelsdorff sehr ernst“, sagt der Dresdner Architekt. Kritiker des Entwurfs sprechen unterdessen von einem „Schlag ins Gesicht“, weil die ursprüngliche Fläche des Innenhofs nun 1400 Quadratmeter kleiner als beim Original sein wird.
21. August 2009: Das Vergabeverfahren ist entschieden. Die Royal Bam Group aus Holland wird den neuen Landtag in Potsdam bauen. Der Zweitplatzierte, die Stuttgarter Ed. Züblin AG, räumt gegenüber der MAZ ein, den Kürzeren gezogen zu haben. Man sei vom Brandenburger Finanzministerium darüber bereits informiert worden. „Wir sind faire Verlierer“, heißt es aus dem Unternehmen.
17. August 2009: Die Stadtschlossfreunde wünschen sich mehr Transparenz und Öffentlichkeit als bisher angesichts der anstehenden Entscheidung über den Siegerentwurf für den Landtagsneubau. „Unser Verein hat keine Einladung bekommen, wir werden trotzdem dabei sein, dann verlangen wir die Pläne“, lässt die Sprecherin der Bürgerinitiative „Mitteschön“ verlauten.
18. Juni 2009: Der Siegerentwurf für den Landtagsneubau am Alten Markt soll voraussichtlich im Sommer gekürt werden. Kritik am neuen Zeitplan kommt von den Freunden des Potsdamer Stadtschlosses. Ursprünglich war vom Land in Aussicht gestellt, dass die Vergabeentscheidung vor der Sommerpause fällt. Der Bauherr verschiebe die öffentliche Präsentation auf die Zeit kurz vor den Bundestags- und Landtagswahlen, kritisieren die Schlossfreunde. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages wird im August zwei anonymisierte Entwürfe und die Entscheidung des Ministeriums zur Kenntnis bekommen. Der unterlegene Bieter hat dann 14 Tage Einspruchsrecht gegen die Vergabe. Erst nach dieser Frist wird die Öffentlichkeit erstmals sehen, was ab dem Frühjahr 2010 auf dem Alten Markt entsteht. 24. April 2009: Eines der drei zuletzt noch verbliebenen Bieterkonsortien für den Landtagsneubau hat keinen Lösungsvorschlag abgegeben. Ursprünglich waren sechs Konsortien im Rennen. Das Rest-Duo habe seine überarbeiteten Entwürfe für ein Landtagsschloss mit Knobelsdorff-Fassade fristgerecht zum 20. April eingereicht, teilt Finanzminister Rainer Speer mit.17. Januar 2009: Nun ist offiziell: Der neue Landtag wird ein Schloss. Die Jury aus Politikern, Architekten und Sachverständigen hat die Vorschläge von drei Bieterkonsortien bewertet. Von den drei Bietern sind nur noch zwei im Rennen. Mit ihnen will Finanzminister Speer (SPD), der gleichzeitig als Chef der Vergabestelle fungiert, im internen Dialogverfahren weiterarbeiten. Im Sommer soll feststehen, wer den Zuschlag erhält und den Landtag bauen darf. Der dritte Bewerber wird laut Speer gegen die Zahlung einer Aufwandsentschädigung von 300 000 Euro aus dem Verfahren verabschiedet.
18. November 2008: Der Weg für das Landtagsschloss auf dem Alten Markt ist wieder frei. Das einzige der sechs beteiligten Baukonsortien, das eine Beschwerde gegen das Vergabeverfahren eingelegt hatte, hat diese im letzten Moment zurückgezogen.
3. November 2008: Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) spricht sich für den originalgetreuen Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses aus. "Ich würde mich freuen, wenn es den Initiatoren gelingt, das Potsdamer Stadtschloss denkmalgerecht wieder aufzubauen", heißt es in einem Schreiben Neumanns.
10. September 2008: Der Zeitplan für den Neubau des Landtags gerät ins Wanken, weil eines der sechs beteiligten Baukonsortien Beschwerde beim Brandenburgischen Oberlandesgericht eingelegt hat. Der weitere Zeitplan für die Vergabeentscheidung hängt nun vom Gericht ab.
3. April 2008: Bei einem verbalen Schlagabtausch zwischen den Landtagsparteien kündigt die Fraktionschefin der Linken, Kerstin Kaiser, an, ihre Partei werden einem "Fass ohne Boden" nicht zustimmen. Aucfh die rechtsextreme DVU will gegen die Kostenkalkulation stimmen.
26. März 2008: Finanzminister Rainer Speer und Landtagspräsident Gunther Fritsch (beide SPD) informieren über die Investitionskosten von 120 Millionen Euro. Damit erhöht sich der Eigenanteil des Landes von 85 auf 100 Millionen Euro. Eine neue Machbarkeitsstudie zeigt, dass man die Knobelsdorff-Fassade bauen kann, wenn man auf das bisher geplante fünfte Geschoss verzichtet. Die Knobelsdorff-Fassade ist eine Bedingung des Millionenspenders Hasso Plattner.
1. Februar 2008: Beim Verkehrtstisch im Stadthaus wird das neueste Modell für die zukünftige Verkehrsregelung am Alten Markt vorgestellt. Im Jahr 2015 soll der Verkehrsstrom von der Langen Brücke am neuen Landtag vorbei und komplett in die Breite Straße gelenkt werden. Ungeklärt ist, ob die Humboldtstraße, in die man zwischen Langer Brücke und Landtag stadteinwärts einbiegen könnte, nicht besser eine Einbahnstraße werden sollte.
5. Januar 2008: Der Chef des Fördervereins Potsdamer Stadtschloss, Michael Schöne, warnt vor überzogenen Forderungen an die Originaltreue des künftigen Landtags. "Wir dürfen jetzt nicht zu viel fordern, sonst werden wir in die Ecke der Nörgler gestellt", schreibt er in einem Neujahrsrundbrief an die Freunde des Projekts.

Die erfragten Standorte


Simulation eines Flügelbaus am Fortunaportal. Repro: Ripke Architekten (MAZ vom 19.12.2007)


Aufteilung der Verkehrsströme in der Friedrich-Ebert-Straße nach städtischer Variante.
20. Dezember 2007: Die sechs Bieterkonsortien werden nach Plattners Spende um Überarbeitung ihrer Entwürfe gebeten.
29. November 2007: Die eingereichten Entwürfe werden ad acta gelegt. » Mehr
28. November 2007: Die Jury nimmt erstmals Einsicht in die streng vertraulichen Entwürfe, von denen jedoch, laut Finanzminister Rainer Speer, keiner eine "1:1-Knobelsdorff-Fassade" enthält. » Mehr27. November 2007: Hasso Plattner spendet 20 Millionen Euro. Bedingung ist die "größtmögliche Wiederannäherung" an das 1744-52 nach Plänen Knobelsdorffs gebaute Original. » Mehr
20. September 2007: Sechs ausgewählte Konsortien reichen ihre Entwürfe für die äußere Gestalt des neuen Potsdamer Landtages ein. Eine Jury, besetzt aus Politikern und international renommierten Architekten, soll aus den Vorschlägen den besten auswählen. » Mehr
5. Juli 2007: Die Stadtverordneten stimmen mit 35 Pro-Stimmen, zehn Gegenstimmen und drei Enthaltungen dem Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan zu. » Mehr
Ende Juli stimmt auch das Landesamt für Bauen und Verkehr zu. » Mehr
6. Juni 2007: Der Umbau der Mitte kann beginnen, die Stadtverordnetenversammlung segnet die nötigen Verkehrsumbauten ab. » Mehr.
1. Juni 2007: Als einer der ersten erwirbt Fernsehmoderator Günther Jauch eine Stadtschloss-Aktie, mit denen der Stadtschloss-Förderverein und die Bürgerinitiative "Mitteschön" Geld für die historische Knobelsdorff-Fassade des neuen Landtags sammeln will. » Mehr
15. Mai 2007: Planer und Bürger diskutieren im Alten Rathaus die möglichen Varianten der neuen Verkehrsführung um das Stadtschloss. » Mehr
4. April 2007: Dem Landtagsbau droht Verzögerung. Der Landesrechnungshof bestätigt indirekt die Kritik der Fraktion Die Andere an der Kosten-Nutzen-Analyse zur geplanten Trambrücke über die Freundschaftsinsel. Die Stadt muss nacharbeiten. » Mehr
31. Januar 2007: Die Potsdamer Stadtverordneten stimmten zum dritten und letzten Mal ab und entschieden sich mehrheitlich für einen Landtagsneubau Am Alten Markt, also auf dem Areal des ehemaligen Stadtschlosses. In geheimer Abstimmung votierten 29 Abgeordnete für den Parlamentsbau in der historischen Mitte, 16 waren dagegen, drei enthielten sich. Mit dem Beschluss wurde dem Bebauungsplan zugestimmt, eine Entscheidung über die äußere Form des Gebäudes ist damit noch nicht gefallen. » Mehr
25. Januar 2007: Eine » Forsa-Umfrage im Auftrag des Umweltvereins Argus unter 1003 zufällig ausgewählten Potsdamern ergab eine deutliche Mehrheit für den Landtagsneubau am Alten Markt mit historisch getreuer Stadtschlossfassade. » Mehr
4. Januar 2007: An der am 6. Dezember beschlossenen Bürgerbefragung beteiligten sich insgesamt 56.473 Bürger, 46,1 Prozent der wahlberechtigten Einwohner der Stadt. Das Ergebnis:- 42,8 % für den Standort auf dem Grundriss des ehemaligen Stadtschlosses- 28,5 % für einen Standort in der Speicherstadt- 12,8 % für den Standort des ehemaligen Palais Barberini an der Alten Fahrt - 14,7 % für einen anderen Standort (1,2 Prozent der Einsender machten keine oder mehrdeutige Angaben). Das Ergebnis soll für die Stadtverordneten nicht bindend, aber wegweisend sein. » Mehr
6. Dezember 2006: Die Stadtverordneten einigen sich auf eine Bürgerbefragung. Erstmalig in der Stadtgeschichte werden somit die wahlberechtigten Potsdamer über ihre Meinung zu einem Großprojekt befragt. Auf einem Fragebogen zum Standort des neuen Landtags stehen vier Varianten zur Auswahl: ein Landtag auf dem » Grundstück des Stadtschlosses, ein Neubau auf dem » Areal des Palais’ Barberini, in der » Speicherstadt, oder Sonstiges, wo ein eigener Vorschlag unterbreitet werden kann. Das Ergebnis, das rechtlich nicht bindend ist, von den Fraktionen aber als Grundlage für ihre Entscheidung anerkannt wird, wird am 4. Januar 2007 bekannt gegeben.
14. November 2006: Der Landtagsneubau in Potsdams Stadtmitte scheitert auch bei der zweiten Abstimmung im Stadtparlament. Eine knappe Mehrheit von 27 zu 24 Abgeordneten votiert gegen die Auslegung des Bauplans.
1. November 2006: Der Landtagsbau ist vorerst blockiert. Die Potsdamer Stadtverordneten können sich mit 22 zu 22 Stimmen nicht auf die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans einigen, den die Rathausspitze mit Finanzminister Rainer Speer (SPD) abgesprochen hatte. Damit kann Speers Bauverwaltung die Ausschreibungsunterlagen für den europaweiten kombinierten Architekten- und Investorenwettbewerb nicht verschicken. Die Gegner der bisherigen Pläne fordern eine engere Anlehnung an das von Knobelsdorff im 18. Jahrhundert gestaltete barocke Stadtschloss.
Auch über den Grundriss und Bebauungsgrenzen wird gestritten.
Juli 2006: Eine Kooperationsvereinbarung von Land und Stadt verpflichtet beide Seiten, den Bau am 1. Juli 2008 zu beginnen und bis Ende 2010 fertigzustellen.
Februar 2006: Machbarkeitsstudie des Darmstädter Architekturbüros Waechter & Waechter. Nach der Studie ist der Bau am Alten Markt im vorgegebenen Kostenrahmen von 83,6 Millionen Euro möglich. Nicht eingerechnet sind das etwa acht Millionen Euro teure Grundstück und die Kosten für die Tiefgarage .
Mai 2005: Das Parlament entscheidet mit den Stimmen von SPD und CDU, einen neuen Landtag auf dem Grundriss des früheren Stadtschlosses zu errichten.Nach dem Beschluss soll sich das neue Gebäude weitgehend an dem Stadtschloss orientieren und genügend Platz für ein gemeinsames Parlament mit dem Land Berlin bieten. Auf dieser Grundlage soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Teile der rund 14 Millionen Euro teuren historischen Fassade sollen durch Spenden finanziert werden. Die Linkspartei lehnt das Projekt ab. Sie befürwortet zwar mehrheitlich einen Neubau in der Potsdamer Stadtmitte, fordert aber einen offenen Architekten-Wettbewerb und eine Festsetzung der Baukosten auf höchstens 80 Millionen Euro.
März 2005: Finanzminister Rainer Speer (SPD) legt einen neuen Kostenvergleich vor: Sanierung des "Kreml" gut 80 Millionen Euro, ein Neubau in der Stadtmitte in Anlehnung an das frühere Stadtschloss – allerdings ohne dessen Schmuckfassade – rund 107 Millionen.
März 2003: Nach neuen Berechnungen des Finanzministeriums würde ein sanierter "Kreml" mit rund 73 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Kosten für ein Stadtschloss auf dem früheren Schlossgrundriss lägen bei 130 Millionen Euro, allerdings ohne die erheblichen kommunalen Investitionen.
Oktober 2002: Die Landtagsfraktionen halten das Projekt, angesichts des 700-Millionen-Euro-Lochs im Landeshaushalt, in den nächsten Jahren für nicht realisierbar. "Wir müssen von einem dauerhaften Landtagsprovisorium auf dem Brauhausberg ausgehen", sagt SPD-Fraktionschef Gunter Fritsch. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) will an den Plänen zum Wiederaufbau festhalten. Eine Nutzung des Schlosses als Landtagsgebäude sei aber wegen der dramatischen Finanzsituation des Landes "in weite Ferne gerückt". Das Fortunaportal wurde durch eine Spende von Fernsehmoderator Günther Jauch wiedererrichtet.
April 2002: Erstes Gutachten des Finanzministeriums: Ein Stadtschloss am Alten Markt als Landtag koste rund 120 Millionen Euro inklusive Kaufpreis für das Grundstück in Höhe von 9,2 Millionen Euro. Die Sanierung und Erweiterung des Sitzes auf dem Brauhausberg gäbe es für 59,5 Millionen Euro. Den Standort in die Potsdamer Speicherstadt zu verlegen, koste 61 Millionen Euro, wobei hier noch Grundstückkosten von 13 Millionen Euro dazu kämen. Der Beirat "Potsdamer Mitte" legt eine Nutzungsvariante für das Potsdamer Stadtschloss vor, die mehr Platz bietet. Kosten: 108 Millionen Euro.
September 2001: Der parteienübergreifende Beirat "Potsdamer Mitte" empfiehlt, das im Krieg zerstörte und 1959/60 auf SED-Befehl abgerissene Stadtschloss als Landtagssitz wieder aufzubauen.
12. Juli 2001: Der Landtag spricht sich auf Antrag von SPD und CDU für den Bau eines neuen Parlamentsgebäudes aus. PDS und DVU votieren dagegen.
25. Mai 2001: Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) mahnt erstmals öffentlich eine Entscheidung an. Er verlangt, das Parlament müsse endlich die "Bruchbude" auf dem Brauhausberg verlassen. Wieder kommt die Speicherstadt als Standort ins Spiel. Daneben rückt verstärkt die Potsdamer Mitte ins Blickfeld.
November 1999: Die SPD-Fraktion beschließt einen Landtagsneubau, ohne sich auf einen Standort festzulegen. CDU und PDS lehnen den Vorstoß ab.
Juni 1998: Umweltminister Matthias Platzeck spricht sich für einen neuen Landtag in der Speicherstadt aus. Finanzministerin Wilma Simon (SPD) befürwortet dagegen die Sanierung des "Kreml".
Mai 1997: Das Land kauft den sanierungsbedürftigen "Kreml" für zwölf Millionen Mark vom Bund.
Januar 1995: Landtagspräsident Herbert Knoblich plädiert angesichts der bevorstehenden Volksabstimmung über eine Länderfusion mit Berlin für einen Neubau in der benachbarten Speicherstadt. Nach dem "Nein" zur Fusion wird das Projekt im Mai auf Eis gelegt.
September 1991: Die 88 Abgeordneten ziehen in den "Kreml" auf dem Brauhausberg.
Mai 1991: Im Landtagssaal droht die Decke einzustürzen.
26. Oktober 1990: Der Landtag konstituiert sich in der früheren DDR-Bezirksverwaltung (heute Staatskanzlei).
Ein 1598/99 von Kurfürstin Katharina begonnener Schlossbau im Renaissancestil blieb unvollendet. Auf seinen Fundamenten ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm 1664-70 eine Vierflügelanlage errichten. Einer Erweiterung 1679-82 folgte die Umgestaltung zu einer französisch beeinflussten Dreiflügelanlage unter Preußenkönig Friedrich I. Sie schloss der Barock-Architekt und Hugenotte Jean de Bodt zum Alten Markt hin mit dem Fortunaportal ab.
Das Schloss erhielt seine endgültige Form 1744-52 nach Plänen Georg Wenzeslaus von Knobelsdorffs mit König Friedrich II. als Bauherrn. Ein Fassadenanstrich in Karminrosa sowie das preußischblaue Kupferdach mit vergoldeten Ornamenten rundeten die Wirkung des Prachtbaus ab. Im Zweiten Weltkrieg wurde er schwer beschädigt und brannte aus. 1959/60 erfolgte auf Betreiben der SED der Abriss. Während der darauffolgenden 50 Jahre klaffte in Potsdams Mitte eine riesige Brachfläche, die immer wieder unterschiedlich genutzt wurde. Während der DDR-Zeit gab es auf dem Platz große eckige Brunnenanlagen, im Winter fand hier der Weihnachtsmarkt statt. Nach der Wende dienten Teile der Fläche als Parkplätze.
Bildergalerie: Historische Ansichten des Stadtschlosses
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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