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08.01.2009

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VERKEHR: Mit Eisbrechern zum Brückenbau

Tramtrasse soll vor dem neuen Schuljahr fertig sein / Höhere Temperaturen für Fortgang der Arbeiten nötig

POTSDAM / MITTE - Die kalte Witterung hätte fast die Bauarbeiten an der neuen Trambrücke über die Alte und Neue Fahrt verzögert: Die massiven Stahlteile, die gestern geliefert und eingeschwenkt wurden, steckten nämlich im Eis fest. Erst vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt zur „Befreiung“ geschickte Eisbrecher konnten den Schubverband von Ketzin durchbringen. Die Brückenteile kamen von Genthin nach Potsdam. Sie trafen gestern mit nur leichter Verzögerung ein.

So konnte ein frierender Oberbürgermeister Jann Jakobs persönlich beobachten, wie die Arbeiter das etwa 35 Tonnen schwere Brückenteil ab 14 Uhr am Nordufer der Alten Fahrt montierten. Ein Gigant von einem Kran, selber 84 Tonnen schwer, war dazu nötig. Im Laufe des heutigen Tages werden darüber hinaus Kopfelemente an den Brückenpfeilern am anderen Ufer, dem der Freundschaftsinsel, eingeschwenkt. Dazu muss der Kran seinen Standort wechseln. Um die Lange Brücke nicht zusätzlich mit Gewicht zu belasten, planten die Verantwortlichen diesen logistischen Akt für die Nachtzeit, wenn die Straßenbahnen nicht fahren.

„Wir liegen noch vollkommen im Zeitplan“, sagte Erich Jesse, Chef des Sanierungsträgers Potsdam. „Im Sommer wird die Brücke fertig. In der letzten Woche der Sommerferien sollen die neu geführten Tramtrassen von beiden Seiten aus angeschlossen werden.“ Laut Jesse könnte eine anhaltende Kälteperiode den Zeitplan über den Haufen werfen. „Die Schifffahrt ist zunächst eingestellt“, sagte Bau-Koordinatorin Ramona Löser-Fimmel. „Die Eisbrecher waren eine Ausnahme.“ Die Anlieferung der verbindenden Brückenteile für den Abschnitt über die Alte Fahrt ist für Februar geplant.

Wenn die Kälte verschwindet, wird sich auch die Breite Straße verändern. „Ab dauerhaften fünf Grad über Null in Bodennähe können wir Markierungsarbeiten durchführen“, sagte Löser-Fimmel. Denn erst wenn die erfolgt sind, können die Autofahrer stadtauswärts die bereits fertig gestellten neuen Fahrspuren nutzen. Im Juli schon sollen sich auch die Spuren in Richtung Zeppelinstraße in ihrer neuen, um einen Meter in Richtung Filmmuseum versetzten Lage befinden. (Von Sebastian Scholze)


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