
Noch blühen Werders Obstbäume und luden am Wochenende beim Auftakt des 130. Baumblütenfestes wieder zahlreiche Besucher zum Verweilen ein. Foto: MAZ/Bernd Gartenschläger
WERDER - Ihre Hoheit, Blütenkönigin Maria Lemke, hätte sich keinen besseren Tag für ihren „Machtantritt“ aussuchen können. Bei strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen winkte die Zwölftklässlerin des Ernst-Haeckel-Gymnasiums ihren zu Tausenden erschienenen „Untertanen“ zu: „Ich bin überglücklich, wünsche euch viel Spaß, und genießt das Fest!“
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Dieses Aufrufs hätte es gar nicht mehr bedurft, denn längst waren die Weinballons und Bier“container“ angezapft, von Bürgermeister Werner Große auch noch ein Kindl-Freibierfass zusätzlich. Dem von vier Spielmannszügen auf Tempo gehaltenen eineinhalbstündigen Festumzug mit 72 „Bildern“ – vom Obstbau-Raddampfer des Werderaner Heimatvereins bis zur Lilienthal-Ehrung aus Derwitz – jubelten die Festgäste am Straßenrand zu. Von bunt gekleideten Obstbäuerinnen auf blütengeschmückten Festwagen waren immer wieder rotbackige Äpfel in die Menge gereicht worden und „Mutter Schultze“ vom gleichnamigen Obsthof in Elisabethhöhe konnte im Vorbeifahren gar nicht schnell genug Weinkostproben in entgegengestreckte leere Becher gießen. Als „Oberwachtmeister“ begrüßte Klaus-Dieter Bartsch in altbekannter ABV-Uniform der DDR-Volkspolizei zuerst die Festumzugsteilnehmer, unterstützt von „Kollegen“, die in Polizeiuniformen des Kaiserreiches und der Weimarer Republik auf dem Markt patroullierten.
Im Laufe des Nachmittags füllten sich Werders Straßen und Plätze mehr und mehr. Zwischen den vielen, oft auch mit regionalen Produkten punktenden Verkaufsständen wurde es immer enger. Vor allem auf dem Hohen Weg schoben sich die Festbesucher fröhlich unter rosa blühenden japanischen Zierkirschenbäumen hinauf und hinunter. In Lindickes Garten kam man kaum hinein. Etwas ruhiger war es in Königs Garten, in dem man an mehr als 20 gut besetzten Acht-Personen-Tischen noch einen einzelnen freien Platz ergattern konnte.
Überschattet wurde der Festauftakt am Samstagabend von randalierenden Besuchern in der Inselstadt. Diese griffen die Polizei an, die die Jugendlichen zur Ordnung gerufen hatte. Die Randalierer bewarfen die Beamten mit Flaschen, Steinen und Holzlatten. Dabei wurden vier Polizisten leicht verletzt und ein Einsatzfahrzeug beschädigt. 14 Verdächtige mussten festgenommen werden, die auf Weisung der Staatsanwaltschaft Potsdam gestern wieder freigelassen wurden. Die Polizei kündigte vor allem für den Maifeiertag und das Abschlusswochenende verstärkte Präsenz an. (Von Armin Klein)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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