Berlin - Bei Demonstrationen linker und rechter Gruppen ist es am 1. Mai in Berlin zu Krawallen und Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Bis zum Freitagabend verliefen die Proteste relativ friedlich. Im Stadtteil Kreuzberg gingen dann Polizisten nach Steinwürfen gegen linksautonome Randalierer vor. Anwohner berichteten von zahlreichen Hubschraubern über dem Stadtteil.
Bei der abendlichen Demonstration mit mehreren Tausend teils vermummten Teilnehmern war es in den vergangenen Jahren häufig zu Übergriffen und Festnahmen gekommen. Die Polizei war in der Hauptstadt mit insgesamt 6.000 Beamten im Einsatz.
In der "Walpurgisnacht" auf den 1. Mai in Berlin waren laut Polizei bis zum Morgen 57 Personen festgenommen wurden, 48 Polizisten wurden bei Zusammenstößen leicht verletzt. Am Freitagvormittag löste die Berliner Polizei am Rande einer Demonstration von 1500 Menschen gegen eine NPD-Kundgebung im Stadtteil Köpenick die Blockade eines S- Bahnhofes auf. Es kam zu mehreren Festnahmen. Demonstranten der linken Szene warfen Steine auf ein Haus, nachdem ein Anwohner zuvor auf einem Balkon die Hand wie zum Hitlergruß erhoben hatte. Bei strahlendem Sonnenschein und Live-Musik feierten am Nachmittag etwa 15.000 Menschen beim "Myfest" in Kreuzberg. dpa