WERDER - Seit Dienstag schauen Cineasten in Werder in die Röhre. Die Leinwand bleibt dunkel, denn das Scala-Kino hat seinen Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit eingestellt. Knut Steenwerth, Eigentümer und Betreiber des Traditionshauses, das im nächsten Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, will auf diese Weise auf die angespannte finanzielle Situation des Kinos aufmerksam machen. Bereits vor drei Monaten habe es von Seiten der Stadt Andeutungen gegeben, den Betrieb zu unterstützen. Nun setzt Steenwerth auf ein Gespräch mit Werders 1. Beigeordneten Hartmut Schröder (CDU), das für heute verabredet ist. Es habe im Vorfeld verschiedene Zusagen, auch aus dem politischen Raum, gegeben, sich für das Kino stark zu machen. Steenwerth ist zuversichtlich.
Schröder bestätigt unterdessen den Gesprächstermin gegenüber der MAZ, betont aber, dass Steenwerth am Zug sei. So brauche die Stadt, die den Kinobetrieb schon unterstützt habe, endlich Klarheit in Sachen Konzept, Verbindlichkeiten und Einnahmesituation des Betriebs. „Ich bin nicht euphorisch“, sagt Schröder, der das Kino gleichwohl als eine gute Sache für die Stadt betrachtet. Auch persönlich besuche er die Vorführungen gern.
Seit 2004 bietet das Scala unter Regie des Berliner Kinofachmanns anspruchsvolles Programmkino, daneben immer aktuelle Filme. Im vergangenen Jahr gab es 600 Veranstaltungen mit 131 Filmen berichtet Steenwerth, der nicht nur seine Gäste, sondern auch Regisseure und Kameraleute im Foyer des alten Kinotempels begrüßt und ins Gespräch mit den Besuchern bringt. Schulklassen kommen regelmäßig. Der Besuch habe angezogen in der letzten Zeit: „Eigentlich ist jetzt der Zustand erreicht, den ich mir gewünscht habe“, sagt Steenwerth.“ Bühne, Licht- und Tontechnik stimmen, auch Jüngere zeigten zunehmend Interesse am Treffpunkt Kino. „Da ist Leben, das ist ein Stück urbane Qualität im lokalen Raum“, sagt einer, der zeitlebens Kino gemacht hat, der etwa in Berlin an der York-Kino-Gruppe beteiligt war. „Ein Kino gehört doch einfach dazu“, betont Steenwerth und verweist dabei auf Werders Bemühungen um den Status als Mittelzentrum. 500 Vorstellungen im Jahr könne er garantieren, stellt Steenwerth in Aussicht, dazu brauche er freilich die nötigen Zuschüsse zu den Betriebskosten. (Von Konstanze Wild)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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