Suche der Märkischen Allgemeinen:

Suchbegriff eingeben und abschicken
Auswahl der Suchkategorie

Wetter in Brandenburg:

-4ºC
Symbol: aktuelles Wetter in Brandenburg

Metamenu:


Sie befinden sich hier:

  1. » Märkische Allgemeine
  2. » Lokales
  3. » Ostprignitz-Ruppin
  4. » Lokalnachrichten
25.06.2009

Beitragsfunktionen:

TIERE: Brutplatz mit Hindernissen

Lindower Fischadler hat wieder Nachwuchs / Neuer Mobilfunkmast stört Flugbahn zum Gudelacksee

LINDOW - Für Birgit und Peter Groß aus Lindow ist das viel besser als Fernsehen. Wenn sie beim Mittagstisch sitzen oder auf der Bank im Garten, dann haben sie den schönsten Naturfilm live vor Augen:

Das fünfte Jahr in Folge beobachtet Peter Groß „seine“ Fischadler in der Lindower Bahnhofsiedlung. „Irgendein Tier muss man ja haben“, sagt der 67-Jährige. „Einen Hund hat schließlich jeder.“

Gesehen hat Peter Groß die Jungen noch nicht, aber er ist sicher, dass vor gut zwei Wochen ein oder mehrere Kücken geschlüpft sind. „Wenn beide Eltern fliegen und mit Futter kommen, dann ist da was.“ Die Eltern seien dieselben wie im Vorjahr – das habe der Horstbetreuer Henry Lange festgestellt. Der Neuruppiner liest die Ringe der Fischadler ab. 2008 gab es allerdings keinen Nachwuchs. Damals hatte Peter Groß Anfang Mai das Adlermännchen tot unter dem Masten gefunden – Opfer eines Kampfes, wie er vermutet. Bald stellte sich ein neues Männchen ein, aber die Adler brüteten nicht weiter.

Dramatische Szenen beobachtete Peter Groß auch schon in den Vorjahren an „seinem“ Adlerhorst: 2006 begannen die Greifvögel zum ersten Mal mit dem Nestbau auf dem Strommast. In einer Gewitternacht wehte dann ein Ast aus dem Horst und schloss die Stromleitungen kurz. Das Nest stand in Flammen, die Vögel konnten sich retten (die MAZ berichtete). Henry Lange und die Naturschutzstation Woblitz (Oberhavel) organisierten daraufhin eine Nisthilfe, die mit Zustimmung des Stromversorgers Edis montiert wurde. 2007 gab es dann erstmals Junge in Lindow. Ein Jungtier überlebte.

2008 kam dann das Männchen ums Leben. Und auch in diesem Jahr brüten die Lindower Fischadler nicht ohne Hindernisse: Vor gut zwei Wochen ließ der Mobilfunkbetreiber E-Plus einen neuen Sendemast errichten – genau in der Einflugschneise zwischen dem Adlerhorst und dem Gudelacksee, in dem die Vögel bislang ihre Fische fingen. Seitdem der Mast steht, meidet der Adler den Gudelacksee, hat Peter Groß beobachtet. Er fliege nun zum Vielitzsee – zum Glück haben die Adler in Lindow reichlich Seen zur Auswahl.

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus teilt auf MAZ-Anfrage mit, er habe einen Bauantrag gestellt und nach Prüfung möglicher Auswirkungen auf die Natur eine Baugenehmigung vom Landkreis erhalten. (Von Christian Kranz)


Ihre Meinung ist gefragt!

Die gesamte MAZ-Ausgabe im Archiv

Ruppiner Tageblatt: gestern, vorgestern, vor drei Tagen
Kyritzer Tageblatt: gestern, vorgestern, vor drei Tagen,
Dosse Kurier: gestern, vorgestern,vor drei Tagen,

Schaukasten

Arztsuche für Brandenburg

Wonach suchen Sie? Wo?
Name, Symptom oder Fachgebiet Ort oder PLZ z.B. Potsdam oder 16816

Wechseln Sie bei Beitragserhöhung Ihre Krankenkasse?

Abstimmung


Stimme abschicken
» Zum Ergebnis
» Alle Abstimmungen
MAZonline on Facebook

Angebot für Sportvereine!

Vereinsnachrichten jetzt selbst auf Brandenburgs besten Seiten online bringen! Bei Interesse:
» Mail an die Online-Redaktion