Suche der Märkischen Allgemeinen:

Suchbegriff eingeben und abschicken
Auswahl der Suchkategorie

Wetter in Brandenburg:

1ºC
Symbol: aktuelles Wetter in Brandenburg

Metamenu:


Sie befinden sich hier:

  1. » Märkische Allgemeine
  2. » Nachrichten
  3. » Sport
  4. » Sport aus der MAZ
25.06.2009

Beitragsfunktionen:

SCHWIMMEN: Titel ohne Wert

Jaana Ehmcke aus Potsdam verpasst das WM-Ticket

BERLIN - Ein Sieg, der einer Niederlage gleichkommt. Zwar hatte die Potsdamerin Jaana Ehmcke am ersten Finaltag der deutschen Schwimm-Meisterschaften ihren Titel über 800 Meter Freistil souverän verteidigt, doch die Siegerzeit von 8:40,03 Minuten trieb der 22-Jährigen nur Tränen der Enttäuschung in die Augen. „8:40, das geht gar nicht. Da hätte mehr drin sein müssen, auch mit wenig Training“, ärgerte sich die Olympia-Starterin von Peking. Das Ticket für die WM in Rom ist wohl futsch. Schließlich hat sie die geforderte Norm um fast 15 Sekunden verpasst.

Jaana Ehmckes Trainer Jörg Hoffmann stand die Enttäuschung ebenfalls im Gesicht geschrieben. „Da war kein Herz dabei, keine Konzentration“, grummelte der einstige Weltmeister. „Wenn man bereits mit dem Gedanken in das Rennen geht, das wird nichts, dann wird das auch nichts“, haderte er mit seinem Schützling.

Dass Jaana Ehmcke wegen Pfeifferschem Drüsenfieber monatelang pausieren musste und vor den Titelkämpfen nur elf Wochen trainieren konnte, wollten weder die Sportlerin noch der Übungsleiter als Ausrede gelten lassen. „Das liegt schon an mir“, sagte die Sportlerin.

Viel Zeit, den Kopf hängen zu lassen, will sich Jaana Ehmcke, die in einem Trikot des Frauenfußball-Meisters Turbine Potsdam zum Start gekommen war, jedoch nicht nehmen. „Morgen ist der Frust weg“, kündigte sie trotzig an. Sie werde sich am Donnerstag dem Vorlauf über 400 Meter Freistil stellen, auch wenn die Hoffnungen auf eine gute Zeit natürlich geschwunden seien. „Abmelden ist etwas für Weicheier.“

Besser als für Jaana Ehmcke lief es für Yannick Lebherz. Der 20-jährige Darmstädter, der die letzten zwei Wochen vor den Titelkämpfen mit Hoffmanns Trainingsgruppe in der Sierra Nevada weilte, gewann souverän die 400 m Lagen. Zugleich pulverisierte er in 4:14,63 min den deutschen Rekord des Potsdamers Patrick Kühl aus dem Jahr 1989. Dass er dennoch sechs Zehntelsekunden über der vom deutschen Verband geforderten WM-Norm blieb, ging im Jubel unter. „Mein Ziel war es, den Rekord zu knacken“, sagte er. Ein Satz, den Jaana Ehmcke sicher auch gern gesagt hätte. (Von Jens Trommer)


Ihre Meinung ist gefragt!

Sport aus der MAZ von gestern, vorgestern, vor drei Tagen

MAZonline on Facebook

Urlaubsreise schon gebucht?

Abstimmung



Stimme abschicken
» Zum Ergebnis
» Alle Abstimmungen