Der DVU-Stadtverordnete Günther Josef Schwemmer hätte seinen Unfall auf der Autobahn überlebt, wenn er angeschnallt gewesen wäre. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Potsdam gestern. Die eigentliche Unfallursache sei bisher nicht ermittelt, sagte ein Behördensprecher. Man erwarte noch ein Gutachten.
Im Ergebnis einer ersten Expertise des Landesinstituts für Rechtsmedizin erlitt der Verunglückte am 25. Mai „durch schwere flächenhafte, stumpfe Gewalteinwirkung unter anderem gegen den Brustkorb, den oberen Bauchbereich sowie die Beckenregion schwere innere Verletzungen, die zum Todeseintritt bereits an der Unfallstelle führten“. Die Verletzungen stammen nach Ansicht der Gutachter von einem Aufprall des Brustkorbs auf das Lenkrad und waren so schwer, dass es für die Ärzte keine Chance mehr gab. Laut Befund hätte Schwemmer bei Tragen eines Sicherheitsgurtes „mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst überlebt“.
Der 46-Jährige hat laut Gutachten weder unter dem Einfluss von Alkohol noch von Drogen, Medikamenten oder giftigen Substanzen gestanden. Laut Dekra gab es keine technischen Mängel an seinem Mercedes. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden konnten ebenfalls nicht festgestellt werden.
Schwemmers Wagen war auf der A13 zwischen Mittenwalde und Groß Köris von der Fahrbahn abgekommen, hob an der Leitplanke ab und flog 100 Meter durch die Luft. Der Fahrer wurde dabei aus dem Wagen geschleudert und starb am Unfallort.MAZ
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