BRÜSSEL - Europas Milchbauern können wieder hoffen. Beim monatlichen Treffen der 27 EU-Agrarminister gab es gestern „viel Zustimmung“ dafür, den Ankauf von Milch und Butter mindestens bis Februar 2010, möglicherweise aber auch bis 2011 zu verlängern. Ursprünglich sollte die Abnahme zu Garantiepreisen Ende August auslaufen. Bei der sogenannten Intervention kauft die EU-Kommission landwirtschaftliche Produkte an, um den Preisverfall für die Erzeuger zu stoppen. Derzeit bekommen die Landwirte im EU-Schnitt noch 21 Cent je Liter – nach Erkenntnissen Brüssels zu wenig, um ihre Kosten erwirtschaften zu können.
Die EU-Kommission verdächtigt insbesondere die großen Handelsketten, Gewinne abzuschöpfen und gleichzeitig die Bauern durch massiven Druck zur Abgabe der Milch unter ihren eigenen Kosten zu zwingen. „Ein System, das auf Dauer nicht funktionieren kann“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie der Kommission. (ddr)
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