Man kann es nicht oft genug sagen: Bislang gibt es in Sachen Schweinegrippe keinen Grund zur Beunruhigung oder gar zur Panik. Bislang ist die Krankheit in den allermeisten Fällen milde verlaufen, der Erreger ist weniger rabiat als der einer herkömmlichen Grippe. Dass das Virus zu einer gefährlicheren Variante mutieren könnte, ist zwar nicht ganz auszuschließen, aber auch nicht besonders wahrscheinlich. Auf Verdacht hin Medikamente gegen die Schweinegrippe zu schlucken, verbietet sich vor diesem Hintergrund von selbst – schon wegen der möglichen Nebenwirkungen. Neben den Vorsichtsmaßnahmen, die jeder individuell für sich ergreifen kann – zum Beispiel häufiges Händewaschen – ist es aber grundsätzlich schon sinnvoll, dass sich Bund und Länder mit Impfstoff eindecken, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Frage ist allerdings, ob es im Oktober, wenn die ersten Impfdosen eintreffen, dafür nicht längst zu spät ist. Das Schweinegrippe-Virus hat schließlich schon ein paar Monate Vorsprung.