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osalon | 12.08.2009, 18:07
Rücksichtsloses Verhalten ?
Vielleicht eine Ursache - das mehr und mehr zunehmende rücksichtslose Verhalten in der all g e m e i n en Solidar - g e m e i n - schaft BRD ?
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Veritas | 13.08.2009, 07:22
Die Diktatur des Geldes, ...
des Geizes, des Betruges, des Bluffs und der Scheinheiligkeit kennt werder Trauer noch Liebe, weder Anstand noch Ehre, keine Ethik und keine Moral, sie kennt nur Geld und Brutalität, denn Geld regiert diese ruchlose Welt. Jeder frisst jeden in einer solchen vom Geld beherrschten Welt. Das Geld ist dem Teufel untertan und hat ihm zu dienen. Die Macht des Geldes wird das Leben auf unserer Erde zerstören.
Veritas
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waschi | 13.08.2009, 11:31
@Veritas et osalon
Das liegt alles am System?Sommerloch? Muss ja schrecklich heiß hier gewesen sein in den letzten Tagen.
"Auffälligerweise sind es wie in diesem Fall meist Rentner und nicht etwa junge Leute, die Trauerfeiern und -gesellschaften stören. Das fällt Rauf besonders auf. 'Dabei müssen doch gerade ältere Leute schon einige persönliche Abschiede erlebt haben und wissen, dass man dabei nicht gestört werden möchte.'!"
Haben neuerdings die Alten den Ehrgeiz, unverschämter als die "Jugend" zu sein? So nach dem Motto, es gehört sich nicht als Beerdigungsgesellschaft auf dem Radweg rumzuhängen. Womöglich noch mit der Kopie der StVO in der Hand. Bei Hausordnungen kennt man das ja schon länger.
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Steffen | 14.08.2009, 09:04
AW:
Wann finden Beerdigungen denn statt? Abends nach Schulschluss? Sonntagmittag? Welche potentiell beerdigungsstörträchtigen Jugendlichen sollen denn an einem Werktagsvor- oder nachmittag auf der Straße sein? Dass hier von den üblichen Verdächtigen wieder über die ach so "gemeine" "BRD" rumgeheult wird, war ja wieder klar.
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tvinnefossen | 14.08.2009, 16:22
naja
Ich glaube nicht, daß man gleich wieder irgendwelchen abstrakten Gemeinschaftsbegriffen eine allgemeine, pauschale Schuld zuschieben muß. Das im Artikel zu recht kritisierte Verhalten ist überwiegend ein Ergebnis individuellen Versagens. Stil, Anstand und Form sind Dinge, die ich für mich ganz allein steuern und an den Tag legen kann oder eben auch nicht. Es ist in der Tat erbärmlich, daß man erwachsenen Menschen offensichtlich ein Regelwerk zum Verhalten auf dem Friedhof (oder auch anderswo) an die Hand geben muß. Das ist das Besondere an Freiheit: man wird nicht geführt, man führt sich selbst – und genau da haben sehr viele Menschen leider noch Reserven. Achso... ich weiß natürlich, daß viele die Verantwortung nicht bei einer Person sehen, sondern bei einem maroden Gemeinwesen: Wenn die einen Freiheit sehen, entdecken die anderen sogleich mangelnde Gemeinschaft.
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osalon | 15.08.2009, 01:02
Rücksichtslosigkeit
@waschi
Sie sind offensichtlich noch nicht bei einer solchen notwendigen Verrichtung, einen lieben Menschen auf seinem letzten Weg begleiten zu müssen, rücksichtslos gestört worden !
Sie sind offensichtlich noch nicht bei Arztbesuchen (Wartezimmer) durch permanentes "Händieh"-Klingeln trotz sichtbaren Verbotes am Eingang zur Arztpraxis gestört worden.
Jugendliche und auch meine Generation "bürschten ab" mit der Bemerkung, man könne das Wartezimmer ja verlassen, ... Gute Erziehung, ... ???
Im Übrigen, waschi, so heiß war es diesen Sommer nicht - ich betrachte ihre Bemerkung als eine sehr starke verbale Entgleisung Ihrerseits.
Ob es Ihnen paßt oder auch nicht - wenn das System krankt, dann gibt es meist sehr "störende" Auswüchse.
Nur eine Frage, hat Veritas etwa etwas Falsches zum "Besten" gegeben ? Erst Gehirn einschalten, dann das "Händieh" - - - die Freiheit, die ich mir nehme, das muß man vorher bedenken, schränkt die Freiheit(en) Anderer evtl. massiv ein !!!
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waschi | 18.08.2009, 14:46
@osalon
Ein wenig konfus ist das schon, wenn Sie schlechtes Benehmen im Gesellschaftssystem verorten.
Die "notwendige Verrichtung", welch Bürokratendeutsch!
Und wenn jemand "abbürschtet"; mich hindert nichts und niemand, einen Schofel auch so zu nennen und mir "Leidensgenossen" an Land zu ziehen, damit er aufhört.
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lissi | 20.08.2009, 08:19
Gesellschaft
"Konfus" ist es, wenn Sie das bestreiten. Wo wird denn gutes Benehmen gelehrt? Die Umwelt prägt die Menschen und das ist nun einmal das unseelige Geasellschaftssystem. Und dies beginnt in der Schule setzt sich am Arbeitsplatz fort und erreicht seinen Höhepunkt in der unkontrollierten Freizeit - die Ellenbogengesellschaft. Wenn es eine Erziehung zum Gemeinsinn gäbe, bräuchte man sich um derartige Zustände keine Gedanken machen. Im Gegensatz zur Zeit vor 20 Jahren ist nun mal jeder sich selbst der Nächste. Und wenn er das nicht tut ist er schnell am Rande der Gesellschaft.Diese Gesellschaft prägt das "Hauen und Stechen". Wer Geld hat ist wer, wer keins hat versucht sich anders Geltung zu verschaffen.
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waschi | 20.08.2009, 12:36
@lissi
Wo gutes Benehmen gelehrt wird? Hoffentlich im Elternhaus! Ich bestreite in der Tat, dass gesellschaftliche Rahmenbedingungen alleine die Ursache für "schlechtes Benehmen" sind. Wer hindert mich daran, menschlich, gutmütig und tolerant zu sein?
Ich behaupte: In jedem Gesellschaftssystem gibt es Menschen, die auf Kosten Anderer individuelle Vorteile erstreben.
Anders ausgedrückt: Är... gibt es überall.
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tvinnefossen | 20.08.2009, 14:10
@waschi
Zitat "Wo gutes Benehmen gelehrt wird? Hoffentlich im Elternhaus! Ich bestreite in der Tat, dass gesellschaftliche Rahmenbedingungen alleine die Ursache für "schlechtes Benehmen" sind. Wer hindert mich daran, menschlich, gutmütig und tolerant zu sein?
Ich behaupte: In jedem Gesellschaftssystem gibt es Menschen, die auf Kosten Anderer individuelle Vorteile erstreben.
Anders ausgedrückt: Är... gibt es überall." Zitat Ende
Mein Reden daher 100% Zustimmung - es ist einfach zu leicht individuelles Versagen in die Verantwortung der Gesellschaft zu schieben.
@lissi und andere:
Was Erwarten Sie eigentlich von einer Gesellschaft? Verbote, Gebote und Regeln, Regeln Regeln??? Wer selber verantwortlich denkt braucht manchmal vielleicht länger, das Ergebnis ist aber belastbar und würde sicherlich in den meisten Fällen als vernünftig gelten.
Die angesprochenen Fehltritte unserer Zeitgenossen sind ein Ergebnis von Dreistigkeit, Ungehobeltheit und mangelndes Vermögen mit einer gewissen "Bewegungsfreiheit" umzugehen. Eine Gesellschaft wie diese fürdert schlechtes Benehmen nur wenn Individuen in Größenordnungen versagen. Das ist kein Armutszeugnis für die Gesellschaft, sondern für die Individuen.
Ich möchte partout nicht in einer Gemeinschaft leben die nur "schön" ist, weil sie permanent überwacht und bis ins kleinste Detail geregelt ist.
Wenn sich einer daneben benimmt, dan rege ich mich über genau diesen auf - ist es ein Kind über dessen Eltern.
Ich käme ganz bewußt nie auf die Idee zu sagen "Oh ein armes, durch die Gesellschaft fehlgeleitetes Opfer, dem die Gesellschaft nicht mit Schranken hilft!" Bei einigen Eltern denke ich aber schon "Schade um das Kind"
Heutzutage ist es wohl so: Einige Dreiste, waren mal nett bräuchten aber Führung, andere haben es nie gelernt. Beides ist traurig.
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lissi | 21.08.2009, 10:26
Volkssolidarität, Kollektiv
waschi, richtig: Vorwiegend im Elternhaus (aber nicht nur). Nur die Eltern sind heute gezwungen den Ellenbogen rauszustecken, um nicht am Rand der Gesellschaft zu landen und das überträgt sich zwangsläufig auf die Kinder. Nicht schön - aber eine Folge gesellschaftlicher Umstände. Ob Sie es wahr haben wollen oder nicht, in der DDR wurde zum Gemeinsinn erzogen, in den Arbeitskollektiven (schon der Name sagt es) ,heute spricht man von Mannschaften (sog. Teams) wo jeder des eigenen Vorteils wegen versucht dem anderen die Beine wegzuziehen. In den Kindergärten und Schulen wo die Erziehung seinerzeit auch beinhaltete Schwache , Zurückgebliebene zu unterstützen. Schließlich Achtung vor dem Alter, Pioniergruppen halfen Rentnern,
Volks s o l i d a r i t ä t.
All das fehlt heute. Schlimmer: Besonders sichtbar auf den Straßen. Die Schnellsten und Größten haben "Vorfahrt" erzwingen sie sich, "verdrängen" die Kleinen und Schwachen durch ihr Gehabe von den Straße. Freie Fahrt für freie Bürger - aber nur für die, die "freier" als andere sind.
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waschi | 21.08.2009, 12:08
Frucht der Erziehung?
Ach so, Volkssolidarität ist das Zauberwort. Wenn doch alle in der DDR zum Gemeinsinn erzogen wurden, wo ist er geblieben? Was haben die Eltern ihren Kindern weitergegeben? Wie lange hielt er vor? Auf dem Altar des Kapitalismus geopfert?
Tut mir Leid, dass ich Ihre Argumentation nur noch als räsonierend empfinde.
Ich musste kein Pionier sein, um alten Menschen zu helfen. In einer Mannschaft fühle ich mich wohl und die Unterstützung Schwacher wurde mir auch als Ideal vorgelebt.
Volkssolidarität nennen es die einen, sich kümmern um seinen Nächsten nenne ich es.