RHEINSBERG - Der Kauf des Exemplars Nr. 1 der privaten Sonderausgabe des Rheinsberg-Buchs von Kurt Tucholsky ist finanziert. Der Leiter des Kurt-Tucholsky-Museums Peter Böthig teilte gestern mit, dass die Spenden zusammen mit Fördermitteln aus dem Wissenschaftsministerium und der Staatskanzlei nun ausreichen, um das Darlehn für den Kauf zurückzuzahlen. Böthig dankte den Spendern und lud sie zur Langen Nach der Künste am 7. November ein. Dort will er das Buch bei der Langen Nacht erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Im kommenden Jahr soll es dann das Herzstück einer Ausstellung zu Tucholskys 75. Todestag werden.
Kurt Tucholsky hatte nach dem Erfolg seines Rheinsberg-Buches 1912 eine Sonderausgabe davon für seine Freunde drucken lassen. Sie war durchnummeriert. Die Nr. 1 schenkte er seiner Freundin Else Weil, dem Vorbild der weiblichen Hauptfigur. Dieses Exemplar war im Mai auf dem Markt aufgetaucht. Dank der Spenden und dem Darlehn eines anonymen Gönners konnte Böthig die „ideelle Gründungsurkunde“ des Museums kaufen. (cas)