Peinlich, peinlich für die Brieselanger Verwaltung. Sie erstellte eine Kostenkalkulation für neue Kitabeiträge auf falscher Grundlage. Mehr als 500 000 Euro an Einnahmen, die für die Beitragszahler entlastend wirken, wurden nicht berücksichtigt. Warum es zu diesem Versäumnis kam? Diese Frage muss noch beantwortet werden.
Eine halbe Million kann man doch nicht einfach so vergessen! Noch dazu ist das Versäumnis offenbar mehr oder weniger zufällig herausgekommen. Das wiegt schwer, da der Fehler ja zumindest für einen Teil der Eltern deutliche finanzielle Folgen hatte. Die sogenannten Besserverdiener sollten auf einmal bis zu 70 Euro mehr für ein Kind pro Monat zahlen. Wer zwei oder drei Kinder in die Kita schickt, kam auch schon über diese Summe. Den betroffenen Eltern kamen die Beiträge jedenfalls spanisch, besser gesagt, zu hoch vor. Der Fehler flog auf, als sie sich im Rathaus beschwerten. Das war leider erst nach dem Beschluss. Aber besser spät als zu spät. Es hätte ja auch sein können, dass die zu hohen Beiträge über Jahre gezahlt worden wären. Nicht auszudenken.
Offenbar hat im Brieselanger Rathaus das Controlling nicht funktioniert. Das muss dringend verbessert werden. Und dann ist Abbitte bei den Eltern fällig.