POTSDAM / BABELSBERG - Eine Truhe bewahrt die Grausamkeiten dieser Welt auf – und einen Fußball. Peter Haas gibt Einblicke in seine Modelbauwelt. Und Tom Hanks sehnt sich nach dem Mond. Drei Beiträge, die beim gestern Abend eröffneten zweiten Brandenburger Amateurfilmfestival „Jim“ für Kinder und Jugendliche im Thalia-Kino gezeigt wurden. „Jim“ steht für Jugendinformations- und Medienzentren, von denen es elf in Brandenburg gibt. In Potsdam übernimmt die Medienwerkstatt die JIM-Aufgaben.
Aus rund 100 eingereichten Dokumentationen sowie Animations-, Spiel- und Handyfilmen ist die Hälfte für den Wettbewerb ausgewählt worden. Im Vergleich zur Premiere des Jim-Festivals 2007 in Bad Freienwalde sei das Programm bei der diesjährigen Auflage „breiter“ geworden, seien Quantität und Qualität gestiegen, sagte „Jim“-Koordinatorin Daniela Ressel. Für das Sonderthema „Brandenburg – Das bist du uns wert“ porträtierten die Nachwuchsfilmer die Besonderheiten ihrer Heimat. Damit sollte der hohen Abwanderungsbereitschaft junger Leute aus dem Land Brandenburg begegnet werden, so Ressel.
Ebenfalls außerhalb des Wettbewerbs laufen Filme, die sich mit „Grenzerfahrung“ befassen. Dazu haben Jugendliche aus dem „Jim“ Cottbus Kai-Uwe Kohlschmidt, Frontmann der Cottbusser Band Sandow, zu seinen Wendeerlebnissen interviewt. Als Aufhänger dient der Sandow-Song „Born in the GDR“ – zu sehen am Sonnabend um 20 Uhr.
Was die Amateurfilmer freuen dürfte – es gibt in diesem Jahr auch mehr Preise zu gewinnen. Insgesamt 10 000 Euro werden am Sonntag in fünf, jeweils nach Alter gestaffelten Kategorien sowie für einen Publikumspreis ausgereicht. Das Festival im „Thalia“ flankieren Workshops zu Schauspiel, Puppenbau und Kamera sowie eine Bildungsmesse, um Jugendlichen erste Orientierung in Medienberufen zu geben. Unter den Ausstellern befindet sich auch die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“.
Info Weitere „Jim“-Filme, Sonnabend, 10, 14.30 und 20 Uhr; Sonntag, 10 Uhr, „Thalia“, Rudolf-Breitscheid-Straße 50. (Von Ricarda Nowak)