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10.11.2009

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KOMMUNIKATION: Telekom lässt drei Dörfer hängen

Obwohl vereinbart, plant Unternehmen keinen DSL-Ausbau in Rietz, Prützke und Göhlsdorf

KLOSTER LEHNIN - Die Deutsche Telekom sorgt in Kloster Lehnin derzeit für viel Ärger und Verwirrung. Bis Ende September hatte sich das Unternehmen verpflichtet, die Großgemeinde mit ihren 14 Ortsteilen an das schnelle Internet anzuschließen. So war es im Vertrag mit der Gemeinde am 5. September 2008 vereinbart worden.

Nun heißt es, man schließe Kloster Lehnin bis Ende dieses Jahres an das Breitbandnetz an – aber nicht alle Orte. Vor wenigen Tagen bekam die Gemeinde Post von der Telekom. Darin heißt es, dass für Rietz, Göhlsdorf und Prützke „kein Bauvorhaben geplant“ sei. Bürgermeister Bernd Kreykenbohm ist stinksauer. In einem Schreiben an Bruno Jakobfeuerborn, Geschäftsführer Technology T-Mobile Deutschland, forderte Kreykenbohm das Unternehmen auf, zu dem Vertrag zu stehen. Eine Antwort steht bislang aus. Eine Stellungnahme von der Telekom war für den Landkurier gestern nicht zu bekommen.

Offensichtlich gibt es bei den Orten mit der Lehniner Vorwahl keine Probleme, abgesehen von der zeitlichen Verzögerung. „Seltsam finde ich allerdings, dass die Telekom Krahne und Reckahn anschließen will, Prützke aber nicht“, sagte Kreykenbohm. „Diese Logik erschließt sich mir nicht.“ Diese drei Dörfer der Gemeinde gehören zum Golzower Ortsnetz, in dem sich auch Cammer bisher vergeblich um einen Abschluss bemüht. Göhlsdorf gehört telefonisch zu Groß Kreutz, Rietz laut Vorwahl zur Stadt Brandenburg.

Was den Bürgermeister verwirrt: „Bis Anfang Oktober gab es keine Anzeichen, dass die Telekom nicht vertrags-treu sein wird.“ Dann ließ ein Mitarbeiter des Unternehmens die Kommune wissen, „dass die Telekom Rietz, Prützke und Göhlsdorf nicht ohne Zuschuss der Gemeinde ausbauen wird“, zitierte der Bürgermeister aus dem Schriftwechsel. Und: Kloster Lehnin könne ja Konjunkturmittel des Bundes beantragen, die auch für die Breitband-Verkabelung fließen. Dieser Hinweis sorgte am Donnerstag im Rietzer Ortsbeirat für Aufsehen. Man fühle sich von der Telekom verschaukelt, sagte ein Besucher der Sitzung. Und sei dem riesigen Unternehmen hilflos ausgeliefert. (Von Heiko Hesse)


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In diesem Forum gibt es 1 Eintrag

» nobse1907 | 10.11.2009, 07:36

Telekom lässt 3 Dörfer hängen  (0) 
Das ist doch wohl eine Ungeheuerlichkeit von Seiten der Telekom. Viele Bewohner von Rietz haben sich darauf vorbereitet, ab ende des Jahres das www in angemessener Geschwindigkeit nutzen zu können. Genauso wie der Bürgermeister von Golzow auf Vertragserfüllung seitens der Telekom bestanden hat und dies von Erfolg gekrönt war erwarte ich und viele andere Bürger von Rietz, das der Ortsvorsteher von Rietz in Zusammenarbeit mit Herrn Kreykenbohm dies ebenso energisch der Telekom gegenüber einfordert. Denn schließlich weiß die Telekom gemäß ihrer eigenen Umfrage über den Bedarf von Anschlüssen, daß auch in Rietz keine unerhebliche Anzahl von Neuverträgen mit ihr winken. Aber wahrscheinlich schwimmen die Herren in der Vorstandsetage schon wieder so im Reichtum, das man es sich leisten kann potenzielle Kunden weiterhin zu vergraulen.
Mit freundlichen Grüßen

Norbert Schliebitz

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