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10.11.2009

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BAUEN: Friedrichshöhe holt auf

Eigentümer aus Werder saniert, plant Partys und Lokaleröffnung im Mai

WERDER - Nach vielen Jahren Stillstand auf Werders höchstem Punkt, dem Kesselberg, werden im kleinen Saal der Friedrichshöhe wieder Partys und Hochzeiten gefeiert. Weihnachtsmarkt, Silvesterparty und regelmäßige Trödelmärkte sollen in den nächsten Wochen folgen. Im Mai will Detlef Haase, Unternehmer und Inhaber des Traditionshauses, im kleinen Saal das Lokal mit großem Biergarten eröffnen. Der geeignete Geschäftsführer wird noch gesucht, sagt Haase, der als Bauspezialist bei aller Liebe zur Friedrichshöhe nicht die Absicht hat, in die Gastronomiebranche zu wechseln. „Wenn nicht gefeiert wird, sind wir dabei, am denkmalgeschützten großen Saal, 1913 errichtet, zu bauen, das Dach zu erneuern, zu sanieren und zu gestalten“.

Der Unternehmer aus Luckenwalde, der seit 1999 in Werder wohnt und arbeitet, hat das Anwesen nach der Insolvenz des früheren Berliner Eigentümers 2006 von der Bank für einen „guten Preis“ gekauft, „sonst hätte ich es nicht gemacht“, sagt Haase, der auch Geschäftsführer der Werderaner Compact Bauträger GmbH ist.

Wurde das Haus bisher meistens an Veranstalter vermietet, so will Haase das beliebte Ausflugslokal künftig selbst betreiben. Ein Konzert mit „Six“ wird es noch einmal geben und für den Tag vor Nikolaus hat sich „Right Now“ angesagt. Auch Biker haben die alte Lokalität, von früher bekannt wie die erneuerte Bismarckhöhe, für sich entdeckt. Auch für sie hat Haase die Bäume schneiden lassen, damit das Grün nicht jede Fernsicht versperrt.

Bei der Vorbereitung der nächsten Saison erstmals mit eigenem statt bisher vermieteten Biergarten stehen Haase seine Frau und die beiden erwachsenen Kinder zur Seite. „Ich hätte nie gedacht, wie aufwändig die Organisation der Veranstaltungen ist. Die Schlagerparty war zu meiner eigenen Überraschung der absolute Renner, fast 1000 Leute waren da. Daran wollen wir anknüpfen. Die Einnahmen fließen gleich in die nächste Baumaßnahme“, sagt Haase. „Das Haus belasten wollen wir nicht, und die Banken sind mit Krediten sowieso sehr zurückhaltend.“ 35 000 Euro sind bereits in die Dachsanierung geflossen. „9000 Euro Versicherung jedes Jahr sind auch nicht ohne“, sagt der Eigentümer. Haase weiß aber, dass es aus der Nachbarschaft bereits Klagen über Lärm bei Veranstaltungen gab. „Als bei einer großen Veranstaltung die Fenster geöffnet wurden und offen blieben, schallte es bis zu den Nachbarn. Ich habe jetzt ein Lärmmessgerät angeschafft, damit können wir bei Veranstaltungen die Lautstärke kontrollieren und entsprechend regulieren. Wir wollen mit den Nachbarn keinen Zoff.“ (Von Regine Greiner)


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