MAZ: Die Stadtverordnetenversammlung Belzig ist Montagabend davon unterrichtet worden, dass ihr Unternehmen – die Intakt-GmbH – dieses Jahr nicht die Aventshöfe veranstalten wird. Warum?
Hans-Georg Pannwitz: Es lässt sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht realisieren, weil offenbar niemand für die Idee einstehen will und für die Zukunft ein neues Konzept gesucht werden muss.
Was heißt das konkret?
Pannwitz: Unmittelbar am Marktplatz wollte niemand seinen Hof zur Verfügung stellen. Zuviel Aufwand, zu laut undsoweiter lauteten die Begründungen.
Und klassich auf dem Marktplatz . . .?
Pannwitz: Das Interesse der Intakt-GmbH war es, einen Weihnachtsmarkt zu gestalten, der ohne Eintritt finanziert wird. Selbst damit konnten ja – nach unserem Kenntnisstand – die Vorgänger ihre Kosten kaum decken. Bei der fehlenden Unterstützung aus dem Umfeld kann nicht ein noch größeres Risiko eingegangen werden.
Muss das Unternehmen eine Vertragsstrafe zahlen, wenn die von den Stadtvätern erwünschte Leistung nicht erbracht wird?
Pannwitz: Es kann ja niemand gezwungen werden, etwas zu unternehmen, was sich nicht rechnet.
Wird es Ersatz in anderer Art und Weise geben?
Pannwitz: Auf der Burg Eisenhardt gibt es weihnachtliche Angebote. Unter anderem Souvenirs aus dem Erzgebirge werden offeriert, Kultur- und Kinderprogramm sind organisiert. Es gab auch noch eine Idee für eine Adventskalenderaktion am Rathaus . . . Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem ersten Dezember-Wochenende.
Was soll da stattfinden?
Pannwitz: Die Stein-Therme öffnet dann bekanntlich wieder ihre Pforten. Ich bin zudem überzeugt, dass Belzig den Bad-Titel erhält. Daher wird es nach dem Dreiklang-Konzept der Intakt-GmbH dann Feierlichkeiten am Gesundheitsfindling, dank des Gewerbevereins in der historischen Altstadt und auf der Burg Eisenhardt geben.