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16.11.2009

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SOZIALES: Protestzug für Imbissbude

Betreiber will 700 Unterschriften übergeben / Demonstration vor Stadthaus

POTSDAM / SCHLAATZ - 38 Menschen beteiligten sich am Sonnabend an einer Demonstration für den Erhalt des Imbissstandes am Bisamkiez. Die offensichtliche Stammkundschaft zog mit Transparenten und Sprechchören wie „Wir kämpfen weiter“ vom Standort des Kioskes zum Magnus-Zeller-Platz und zurück. Die Plakate trugen Aufschriften wie „Wir haben sonst nichts zu lachen, jetzt wollt ihr uns den sozialen Treffpunkt zumachen“ und „Die Stadt wollte uns helfen. Wo bleibt die Hilfe?“. Ein Kamera-Team des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) begleitete den Protest. Gesichert wurde der Zug von vier Polizeibeamten. Nach der etwa anderthalbstündigen Aktion resümierte der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Karsten Blöss: „Es war eine äußerst ruhige Veranstaltung, absolut unproblematisch.“

Bereits vor 18 Monaten hatte die Stadtverwaltung den Kiosk-Betreibern Gritt Moser und Saban Yilmaz den Pachtvertrag gekündigt. Seitdem streiten beide Parteien um den Verbleib der Bude. Ende Oktober war zusätzlich eine Sondernutzungserlaubnis erloschen, die den Inhabern weiterhin gestattet hatte, auf dem Areal, einer städtischen Grünfläche, Speisen und Getränke zu verkaufen. Mit Hinweis auf Beschwerden der Nachbarn wegen des unerlaubten Verkaufs von Alkohol und den potenziellen Schaden, den Rasenflächen durch Kioske nehmen würden, will die Stadt in Zukunft keine Buden mehr auf ihren Grünflächen erlauben.

Moser und Yilmaz wichen trotz der fehlenden Erlaubnis nicht. Sie fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen. „Vor der Wahl wurden uns Versprechungen gemacht. Als wir nach der Wahl endlich einen Ansprechpartner hatten, konnte der nur feststellen, dass er uns nicht mehr helfen kann“, sagte Moser. Ihr Lebensgefährte und sie wollen weiter protestieren. „Ich will dem Oberbürgermeister persönlich unsere Liste geben“, sagte Mose, die nach eigenen Angaben mehr als 700 Unterschriften gesammelt hat. „Ich hoffe, dass ich dieses Mal vorgelassen werde.“ Auch eine Demonstration vor dem Stadthaus sei geplant. Trotz des medialen Echos um das drohende Kiosk-Ende habe sich kein Vertreter der Stadt bei ihnen gemeldet, so Moser. (Von Sebastian Scholze)


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In diesem Forum gibt es 1 Eintrag

» WillyPierchna | 16.11.2009, 11:07

Zur Schließung des Imbisstands am Bisamkiez  (0) 
Sehr geehrte Redaktion,

schon seit einiger Zeit verfolge ich Ihre Artikel zur Schließung des Imbisstands am Bisamkiez. Als Anwohner ist mir dabei aufgefallen, daß Sie sich um mögliche Befürworter der Entscheidung der Stadt nur wenig bzw. gar nicht kümmern. So ist es für meine Frau und mich immer wieder ein Ärgernis, auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle an den grölenden, pöbelnden und alkoholisierten Kiosk-Gästen vorbei gehen zu müssen. Das Urinieren in den angrenzenden Grünanlagen kommt als ganz besondere Störung hinzu. Außerordentlich bedenklich finde ich es zudem, daß desöfteren Kleinkinder ihre Nachmittage dort neben ihren alkoholisierten Eltern verbringen müssen.
Denkt man an die rasche Schließung der Kaufhalle am Schilfhof, die eine echte Versorgungseinrichtung des Wohngebiets darstellte, so erscheint mir das zögerliche Vorgehen der Stadt in diesem Fall absolut unverständlich.
Ich bitte Sie, werte Redakteure, daher um eine deutlich objektivere Berichterstattung.

Hochachtungsvoll,

Willy Pierzchna

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