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16.11.2009

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GESELLSCHAFT: Der General soll umziehen

Zweigverein gegründet

POTSDAM / PIRSCHHEIDE - Wenn es nach dem Willen des neuen Potsdamer Ablegers der Steuben-Schurz-Gesellschaft geht, wird sich das Denkmal für den preußischen Offizier und US-amerikanischen General Friedrich Wilhelm von Steuben in ein paar Jahren am ursprünglichen Ort – dem Steuben-Platz neben dem Stadtschloss – befinden. Bisher steht eine Kopie des im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombenangriff beschädigten und später eingeschmolzenen Denkmals hinter dem Filmmuseum.

Olaf Dudzus, der Vorsitzende des Potsdamer Vereins, dürfte mit seinem Wunsch bei Oberbürgermeister Jann Jakobs offene Türen einrennen. Letzterer hatte den Nachkommen des Generals, der im 18. Jahrhundert im Unabhängigkeitskrieg auf Seiten der Kolonien für deren Unabhängigkeit gegen Großbritannien kämpfte und die Kontinentalarmee in eine schlagkräftige Truppe umwandelte, einst die Umsetzung zugesagt.

Potsdam ist nach Magdeburg und Berlin erst die dritte Stadt, in der sich ein Zweigverein der bereits seit 1948 bestehenden Steuben-Schurz-Gesellschaft gründet. Hauptsitz der Gesellschaft in Frankfurt/Main. „Wir sehen uns in der Tradition der 1930 in Potsdam gegründeten Steuben-Gesellschaft“, sagte der Wahlpotsdamer Dudzus. „Wir wollen für Verständnis zwischen Deutschen und Amerikanern werben. Die beiden Völker können voneinander lernen.“ Gerade in Ostdeutschland gebe es noch immer Nachholebedarf, da die Vereinigten Staaten durch die DDR nur polemisch und verzerrt dargestellt worden seien.

Bei der Gründungsveranstaltung war mit Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels auch die Präsidentin der Steuben-Schurz-Gesellschaft anwesend. Den Festvortrag hielt der Gesandte Botschaftsrat George Glass. Der Zweigverein, der momentan zehn Mitglieder hat, strebt eine Kooperation mit der Universität Potsdam an.

Wer sich für die Gesellschaft interessiert, kann die Verantwortlichen bei der nächsten geplanten Veranstaltung am 10. Dezember im Kongresshotel ansprechen. (Von Sebastian Scholze)


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