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16.11.2009

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KINDER: Zehntausendfacher Geburtstagsgruß

Sandmannzeichnungen im Filmmuseum

POTSDAM / INNENSTADT - Es war zwar Vormittag, aber der kleine Mann mit dem weißen Bart, der eigentlich abends die Kinder ins Bett zu schicken pflegt, erfreute sich bereits größter Beliebtheit. Sein aufblasbares Konterfei am Eingang des Filmmuseums begrüßte die Gäste schon von fern, aber der „echte“, lebendige Sandmann erwies sich als weitaus größerer Magnet für seine Fans. Diese waren teilweise von weit her angereist, um bei einer ganz besonderen Aktion anlässlich des 50. Sandmanngeburtstags dabeizusein. Seit Samstag hängen im und am Filmmuseum mehr als 10 000 Bilder, die von Kindern aus aller Herren Länder, das weiteste kam aus Australien, gemalt und nach Potsdam geschickt worden waren. So entstand das wohl größte Sandmann-Kunstwerk der Welt, wie Christine Handke vom Filmmuseum vermutet. Zwei Wochen lang war getackert und aufgehängt worden, wurden die Bilder für den Außenbereich in Plastikhüllen verpackt. Genau 1982,61 Meter lang ist nun die Bilderschlange, die sich durch die Räume des Museums windet und das Haus außen wie mit einer weißen Bauchbinde einwickelt: Überall grüßt das Geburtstagskind von den Wänden, immer wieder anders von den Kindern gestaltet: mal mit Taucherbrille oder als Schornsteinfeger, als Indianer oder Ritter, als Astronaut oder ganz modern auf Inliner-Rollschuhen. Die jüngsten Maler waren ein Jahr alt, die ältesten über achtzig – „da haben wohl Großeltern mitgeholfen“, vermutet Handke. Viele Kinder versuchten am Samstag das schier Unmögliche und wollten ihr Bild finden. Nach langem Suchen, sie hatte es schon fast aufgegeben, wurde zum Beispiel Friederike aus Brieselang schließlich doch noch fündig. Der Sandmann begleitet sie jeden Abend, „besonders mag ich den Kleinen König“, sagte sie, und am Leuchten der Augen von Papa Jens Spanier war unschwer zu erkennen, dass die Sendung ein Familienritual ist. „Wenn dann die alten Abspanne kommen aus der Zeit, wo wir selber Kind waren – das gucken wir auch noch gern“, gab er lachend zu. Auch Lara aus Köln und Benedikt aus Wriezen fanden ihre Bilder und ließen sich mit dem Sandmann und Kika-Moderator Juri fotografieren.

Das Filmmuseum zeigt derzeit die Sonderschau „Sandmann auf Reisen“. Bis zum 24. November hängen dazu auch die 10 000 Sandmannzeichnungen. (Von Steffi Pyanoe)


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