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24.11.2009

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GASTRONOMIE: Ein Punkt runter, einer rauf

Starkoch Alexander Dressel bekommt 17 Punkte im „Gault Millau“

POTSDAM / WILDPARK - Trostpflaster für den verlorenen Michelin-Stern: Der Feinschmeckerführer „Gault Millau“ hat in seiner aktuellen Ausgabe dem Restaurant „Friedrich Wilhelm“ im Hotel „Bayrisches Haus“ 17 (von 20 möglichen) Punkte zugestanden – einen mehr als 2008. Gelobt wurde die „zeitgemäße klassische Küche“ von Potsdams Starkoch und Hoteldirektor Alexander Dressel. Für die Kritiker vom „Gault Millau“ war das „Friedrich Wilhelm“ noch nie so gut gewesen wie in diesem Jahr. Erst kürzlich hatte das Hotelrestaurant den Michelin-Stern abgeben müssen (MAZ berichtete). Wie subjektiv die feinen Zungen die Leistungen der Küche bewerten, beweist das Jahr 2004, als Dressel erstmals den Stern fürs „Friedrich Wilhelm“ erkochte. Dagegen war man im selben Jahr beim „Gault Millau“ von den kulinarischen Qualitäten des Restaurants wenig überzeugt, erinnerte sich Hotelgeschäftsführerin Gertrud Schmack: „Wir haben damals eine schallende Ohrfeige bekommen.“

Derweil übernimmt Dressel die Versorgung der Bambi-Gäste am Donnerstagabend. Auch die 41 Zimmer der Nobelherberge im Wildpark seien für den Burda-Verlag „geblockt“. Autogrammjäger werden vor dem „Bayrischen Haus“ nach der Bambi-Gala jedoch nicht auf ihre Kosten kommen. Die Prominenten – erwartet wird unter anderem Popdiva Shakira – übernachten im Berliner Concorde-Hotel, sagte eine Burda-Sprecherin gegenüber der MAZ. Im „Bayrischen Haus“ werden sich Verlagsmitarbeiter in malerischer Abgeschiedenheit von der anstrengenden Galanacht erholen. „Wir werden uns in bestem Glanz präsentieren“, so Gertrud Schmack.

Drei Juniorsuiten (ab 365 Euro pro Nacht) besitzen sogar eigene Saunakabinen, die während des Umbaus 2007 als besonderes Extra entstanden. Zwei Millionen Euro sind dazu investiert worden. Seither verfügt der großzügige Wellnessbereich in Potsdams einzigem Fünf-Sterne-Domizil auch über ein Schwimmbad. Freuen dürfen sich die Gäste außerdem auf ein reiches Frühstücksbuffet, das vom Ratgeber „Feine Adressen“ bereits ausgezeichnet wurde. „Man bekommt bei uns eigentlich alles“, sagt Gertrud Schmack und zählt beispielhaft auf: Lachs, Matjes, Schinken, Weißwurst, Käse, Eier, Konfitüre, 20 Sorten Tee.

Illustre Gäste genießen nicht nur den offensichtlichen Luxus der Herberge, sondern auch die idyllische Umgebung. Diskretion sei das „Markenzeichen“ ihres Hotels, sonst könnten Berühmtheiten wie die „Opernsängerin, die sich hier gern mal übers Wochenende einschließt“ nicht mehr in der gewollten Ruhe ausspannen, sagte Gertrud Schmack. Deshalb hat sich der Hotelchefin nur ein klangvoller Name entlocken lassen. Václav Havel, ehemaliger tschechischer Präsident, weilte Anfang Oktober im „Bayrischen Haus“. (Von Ricarda Nowak)


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