NEURUPPIN - Für Aufregung sorgen die vier Treibjagden, die für die kommenden Wochen auf dem Gelände des ehemaligen sowjetischen Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide geplant sind.
„Die Bundeswehr stellt in ihrem an Touristen und Anwohner verteilten Flugblatt das ganze Gelände als lebensgefährlich dar. Wenn nun andererseits auf demselben Gelände Treibjagden stattfinden, werden viele den Warnungen überhaupt keinen Glauben mehr schenken“, befürchtet Ulrike Laubenthal von der Sichelschmiede, der Werkstatt für Friedensarbeit. Dabei gebe es auf dem Gelände durchaus lebensgefährliche Bereiche. „Die Bundeswehr täte gut daran, differenzierte Informationen zu veröffentlichen, wo es wirklich gefährlich ist und wo nicht“, so Laubenthal.
6500 Hektar der Heide sind als gering munitionsbelastet eingestuft und für Jagden freigegeben; diese sind für die Bundesforst eine wichtige Einnahmequelle. Anwohner und Touristen, die nicht als Jäger auf das Geländes kommen, werden dagegen regelmäßig durch die Bundeswehr vor den Gefahren durch die Munitionsbelastung gewarnt. Wenn Anwohner das Gelände doch betreten, müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.
Die erste Treibjagd findet am 1. Dezember im Raum Rossow statt und wird von der Bundesforst organisiert. Das Amt für Forstwirtschaft in Alt Ruppin hat damit nichts zu tun. „Das organisieren die Oberförstereien selbstständig“, sagte gestern Andreas Neumann vom Amt für Forstwirtschaft. So sei für die zweite Treibjagd, die für den 4. Dezember bei Frankendorf geplant ist, die Oberförsterei Neuglienicke zuständig.
Christoph Licht von der Bundesforst rechnete gestern damit, dass an der Treibjagd am 1. Dezember bei Rossow etwa 100 Jäger und Treiber teilnehmen. Laut Licht wurden bei der Jagd im vergangenen Jahr etwa 40 Tiere erlegt: Wildschweine, Rehe und Rotwild. (av)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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