In der Kyritz-Ruppiner Heide finden in den kommenden Wochen Treibjagden statt. Etwa 100 Jäger und Treiber pro Jagd werden über den ehemaligen sowjetischen Bombenabwurfplatz ziehen, um Wildschweine, Rehe und Hirsche zu erlegen.
Angesichts solcher erstaunlichen Nachrichten verlieren die Warnungen der Bundeswehr, dass das Betreten des Bombodroms lebensgefährlich sei, doch viel von ihrem Schrecken. Es ist einfach unglaubwürdig, Pilzsuchern zu erklären, dass sie auf der Pirsch durchs Sperrgebiet mit ihrem Leben spielen, während sich dort zugleich eine ganze Heerschar Jäger tummeln darf.
Zu vermuten ist natürlich, dass die Waidmänner auch nicht lebensmüde sind. Sie werden dem Wild wohl nur in dem Teil der Heide nachstellen, der als gering munitionsbelastet eingestuft worden ist.
Warum dieses Gebiet dann nicht auch für Spaziergänger und Pilzsucher freigegeben wird, ist indes ein Rätsel. Da wird lieber der Teufel an die Wand gemalt, als Normalbürgern den Zutritt zum ungefährlichen Teil der Heide zu gestatten.
Dass unbedarfte Zivilisten nichts in einem munitionsverseuchten Gebiet zu suchen haben, ist klar. Aber nun stellt sich die Frage, ob die stetige Gefahrenwarnung nicht nur Propaganda war.
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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