RATHENOW - Vor drei Jahren ließ die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft KWR in der Goethestraße zwei Gründerzeithäuser abreißen. Wegen wütender Proteste aus der Bevölkerung wurde ein drittes Haus gerade noch so eben von der Abrissbirne verschont. Das Gebäude war schon komplett entkernt, die Fenster herausgerissen.
Seit damals hat sich nicht viel geändert. Die Fenster und Eingänge sind inzwischen mit Brettern vernagelt. Ansonsten ist das Haus mit der Hausnummer 35 dem stillen Verfall preisgegeben.
Ein Anrufer des Sorgentelefons stellte jetzt die Frage, was mit dem Haus passieren soll. Oder pointierter: Warum wurde das Haus 2006 eigentlich vor dem Abriss bewahrt, wenn es jetzt doch wieder vor sich hin rottet und verfällt.
Hartmut Fellenberg wurde erst nach dem Skandal Geschäftsführer der KWR. Trotzdem – so beteuert er – liegt ihm die Zukunft des alten Hauses in der Goethestraße am Herzen: „Wir suchen nach Partnern, die uns bei der Sanierung und auch bei der Schließung der Baulücke helfen.“ Als Beleg dafür, dass man aus den Bausünden der Vergangenheit gelernt habe, führt Fellenberg an, dass in den vergangen Monaten etwa zehn Gründerzeithäuser an Privatleute veräußert und so vor dem Verfall bewahrt wurden. Dass das Haus in der Goethestraße bislang noch nicht saniert werden konnte, liegt ironischerweise ausgerechnet an seiner intakten Bausubstanz: „Das Haus in der Goethestraße ist so gesichert, dass keine weiteren Bauschäden entstehen können. Oberste Priorität haben deshalb erst mal andere Häuser, bei denen das nicht der Fall ist“, so Fellenberg.
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Um Hinterlassenschaften ganz anderer Art geht es bei der Sorge einer anderen Anruferin. Am frisch eröffneten Ovalverkehr in der Großen Milower Straße gibt es schon jetzt jede Menge Hundehaufen. Ob man da nicht mal eine Hundetoilette aufstellen könnte, will die Anruferin wissen.
„Wir haben das einmal versuchsweise in der Goethestraße ausprobiert“, sagt Stadtsprecher Jörg Zietemann. Die angebotenen Plastikbeutel und der bereitstehende Kot-Container seien allerdings für fast alles benutzt worden, außer für Hundehaufen. Man werde aber überlegen, ob man in der Milower Straße einen weiteren Versuch unternehme, so Zietemann.
Übrigens, Herrchen und Frauchen müssen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde immer beseitigen! Seit eineinhalb Jahren gehen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sogar auf Gassi-Geh-Streife. Wer beim Nichtstun erwischt wird, nachdem sein Hund was getan hat, muss 35 Euro zahlen. Als Ersttäter wohlgemerkt. Jedes Jahr nimmt die Stadt so immerhin mehrere 1000 Euro ein.
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Eine Autofahrerin beschwert sich über das Verkehrschaos, das Eltern vor der Jahn-Grundschule jeden Morgen anrichten, wenn Sie ihre Kinder zur Schule bringen. Da wird auf der Straße geparkt und im absoluten Halteverbot gehalten, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.
„Das Ordnungsamt und die Polizei kontrollieren regelmäßig in den Morgenstunden die Schulen und bitten die Verkehrssünder auch zur Kasse“, sagt Zietemann. Er könne nur an die Vernunft der Erwachsen appellieren, sich an die Verkehrsregeln zu halten.
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Außerdem: Eine Anruferin beklagt, dass an der Kreuzung Trappenweg/Falkenweg ein Absperrventil zur Stolperfalle werde. Weil der zuständige Mitarbeiter vor Ort kein Hindernis ausmachen konnte, bittet er unter 03385/ 59 65 36 um Rückruf.
Eine Anwohnerin aus Großwudicke beschwert sich darüber dass auf dem Friedhof die Grabstellen auf der grünen Wiese über und über mit Herbstlaub bedeckt sind.
„Die mangelnde Pflege der Grünflächen ist auch für uns ein stetes Ärgernis“, sagt Ortsvorsteher Felix Menzel. Zuständig sei allerdings die Gemeindeverwaltung in Milow, die das Problem aber nicht in den Griff zu kriegen scheint. (Von Ralf Stork)