Die Stadtverwaltung will untersuchen lassen, ob ein Tempolimit auf Potsdams Hauptverkehrsadern sinnvoll ist. So erwägt sie, bei einem positiven Bescheid unter anderem auf Zeppelin-, Großbeeren- und Kurfürstenstraße ein Limit von 30 Stundenkilometern einzuführen. Umgesetzt werden soll, was bisher nur eine Idee ist, wenn sich ein ständiges Tempo 30 als „eine für einen stetigen Verkehrsfluss optimale Geschwindigkeit“ erweisen sollte. Dies geht aus einem Schreiben von Potsdams Baubeigeordneten Matthias Klipp (Grüne) hervor. Mit dem Vorhaben will die Stadt die Luftqualität verbessern, wie im Luftreinhalteplan vorgesehen. scho
Barbara
Paech: Das halte ich für fatal. Den Umweltaspekt verstehe ich, aber dann müsste man als Autofahrer viel mehr Zeit einplanen. Dann doch lieber Anreize schaffen, aufs Rad umzusteigen.
Lars Hansche: Für Autofahrer ist das nicht gut. Zu den Stoßzeiten wird sich dann sicher noch mehr Rückstau bilden. Ich muss öfter durch die Großbeerenstraße und stelle mir das schlimm vor.
Ulf Grunert: Das ist überflüssig, weil es doch jetzt schon nicht schneller vorangeht. Wenn man fährt, steht man doch ständig. Ich zweifele an, dass der Verkehr mit Tempo 30 gleichmäßig rollen würde.
Thomas Finkelmann: Dann wird man gar nicht mehr vorankommen, weil es ewig Stau gibt. Besser wäre eine Ampelschaltung wie in Berlin, wo man dank Grüner Welle gleichmäßig fahren kann.
Andre Bettmann: Ich befahre häufig die Breite Straße. Da läuft es gerade wieder gut; eine neue Einschränkung wäre schlecht. Man kann kaum planen, wie lange man zur Rushhour braucht.
Angela Klingnau: Als Autofahrerin bin ich strikt dagegen – das Limit würde den Verkehrsfluss behindern. Als Mutter halte ich Tempolimits für sinnvoll. Allerdings sind da andere Strecken wichtiger.