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30.11.2009

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VERKEHR: Berlin: Pannenserie im Hauptbahnhof

Stromausfall legte dutzende Züge lahm

BERLIN - Eine Strompanne im Berliner Hauptbahnhof hat den Zugverkehr am Samstagabend stark behindert. Mehrere Dutzend Fern- und Regionalzüge konnten nicht in den Bahnhof fahren, mussten umgeleitet werden und die Fahrgäste an anderen Berliner Stationen aussteigen lassen, wie ein Bahnsprecher berichtete. Tausende Fahrgäste waren betroffen. Um Fernzüge zu erreichen, mussten Reisende mit der S-Bahn nach Wannsee oder Gesundbrunnen fahren. Das führte zu langen Verspätungen. Die Bahn räumte ein, dass die Information auf den Bahnsteigen zum Teil verwirrend gewesen sei.

Die Probleme begannen am Samstagmittag mit einem Kurzschluss bei der Einfahrt eines ICE in das Untergeschoss des Kreuzungsbahnhofs. Als Ursache wurde zunächst ein toter Vogel identifiziert, der in das Stromabnehmersystem geraten war. Im Tunnel des Hauptbahnhofs werden die Züge über eine Deckenschiene mit Strom versorgt, nicht über den herkömmlichen Fahrdraht. Nach weiteren Kurzschlüssen wurden zunächst zwei von vier Gleisen zur Einfahrt ins Untergeschoss gesperrt, gegen 18 Uhr dann auch die anderen beiden. Als Ursache wurde Kohlenstaub vermutet, der sich als Folge des Vogelunfalls auf die Isolatoren der Hochspannungsleitung gelegt habe. Allerdings traten nach einer gründlichen Reinigung in der Nacht auch am Sonntagmorgen wieder Probleme auf. Nochmals mussten zwei Gleise gesperrt werden, die dann aber am späten Vormittag wieder freigegeben wurden. Eine Untersuchung soll die Ursache der Pannenserie endgültig klären.

Auf die oberirdischen Gleise des Hauptbahnhofs konnten die Züge nicht umgeleitet werden, weil an der Ost-West-Trasse gerade gebaut wird und deshalb nur ein Gleis zur Verfügung stand, das voll ausgelastet war. Die Deutsche Bahn betonte, dass es „zu keiner Zeit“ ein Sicherheitsproblem für die Reisenden gegeben habe. (dpa/MAZ)


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