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01.12.2009

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LANDTAG: Neuer Stasi-Fall in der Linksfraktion

Renate Adolph legt Mandat nieder / Gerlinde Stobrawa gibt Spitzenamt auf

POTSDAM - Brandenburgs Regierungskoalition steht bereits drei Wochen nach ihrem Start vor einer Zerreißprobe. Gestern wurde bekannt, dass auch die verbraucherschutzpolitische Sprecherin Renate Adolph mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR zusammengearbeitet hatte. Sie legte ihr Landtagsmandat mit sofortiger Wirkung nieder. Die mit Stasi-Vorwürfen konfrontierte Linken-Abgeordnete Gerlinde Stobrawa stellte ihr Amt als Vizepräsidentin des Landtags zur Verfügung. Sie will aber weiter Abgeordnete bleiben.

Die 55-jährige Adolph, die seit 2004 für die Linkspartei im Landtag sitzt, teilte gestern mit, dass sie als junge Frau mit der „Hauptabteilung Aufklärung des MfS“ zusammengearbeitet habe. Stobrawa sieht ihren Rückzug vom Amt der Landtagsvizepräsidentin nicht als Schuldeingeständnis. Sie wolle aber dazu beitragen, dass das Parlament wieder arbeitsfähig werde. Dass sie als „IM Marisa“ von der Stasi geführt wurde, sei seit 1995 bekannt, sagte sie. Wie sie selbst zum IM-Status gelangt sei, könne sie nicht erklären. Die 60-Jährige gehört dem Landtag seit 1990 an. Seit zwei Wochen steht auch der Linken-Abgeordnete Gerd-Rüdiger Hoffmann unter Stasi-Verdacht.

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte, die Koalition treibe die Überprüfung aller Abgeordneten auf eine Stasi-Mitarbeit voran. Er empfahl, „nicht auf das Ergebnis der Überprüfung zu warten, sondern jetzt entschlossen für Klarheit und Wahrheit zu sorgen“. Das jetzige Vorgehen der Linkspartei entspreche dem Koalitionsvertrag.

Die FDP forderte Neuwahlen. „Die Linksfraktion hat ihre Wähler betrogen“, sagte Fraktionschef Hans-Peter Goetz. Das Land sei nicht mehr regierbar, so CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski. Die Grünen verlangten eine Sondersitzung des Landtags. Platzeck müsse in einer Regierungserklärung zu den Stasi-Fällen Stellung beziehen, so Fraktionschef Axel Vogel. (Von Volkmar Krause und Igor Göldner)


Ihre Meinung ist gefragt!

In diesem Forum gibt es 3 Einträge

» MAZZe | 01.12.2009, 17:08

Stasi in der Linksfraktion


Das hat sich Herr Platzeck wohl nicht träumen lassen, dass ihm die faulen Früchte so schnell von seinem Koalitionsbäumchen purzeln werden. Hätte er mal vorher auf die erfahrenen Gärtner gehört. Die haben ihm doch gesagt, dass gutes Obst guten Boden braucht. Auf Müll wächst nix.
MAZZe

» pesta | 01.12.2009, 18:21

Ich bin ganz anderer Meinung!


Seit wann gibt man seinem Feind gute Ratschläge? Es wären sicher sehr eigennützige Gedanken derer, die heute keine Posten mehr innehaben.
Stelle man sich vor, der Schönbohm hätte schweigen müssen, die Frau Wanka müßte ihren ganzen Frust innerlich verarbeiten und dabei den Ministerpräsidenten "ehrlich" anlächeln.
Warten wir doch den Freitag ab, M.Platzeck wird sich dazu erklären und das bestimmt sehr durchdacht. Und dann kommt die mit Mehrheit gewählte Regierung hoffentlich zur Tagesordnung zurück.

» 177666 | 03.12.2009, 15:55

Renate Adolph legt Mandat nieder / Gerlinde Stobrawa gibt Spitzenamt auf


Herr Matschie (Thüringen) hat sich richtig entschieden und hat keine Koalition mit der Partei DIE LINKE (mit Bodo Ramelow) getätigt!

Mit der Partei DIE LINKE (SED-PDS-WASG) kann es von der SPD aus keine Versöhnung geben!

Noch nicht einmal der christliche SPD Versöhner Johannes Rau war bereit mit dieser Partei in einen
Versöhnungsprozess einzusteigen!

Das was M.P. Platzeck in Brandenburg macht, wird der SPD bei den nächsten Wahlen die demokratischen Wählerstimmen kosten!

M.P. Platzeck hat nicht aus der Geschichte gelernt!

Die Partei DIE LINKE muss Ihre SED-STASI-Vergangenheit über die Opfer in der DDR Zeit aufarbeiten und sich bei den Opfern öffentlich Endschuldigen.

Die Täter der Opfer dürfen keine politischen b. z. w. Öffentlichen Ämter in unserer demokratischen Republik ausüben, b. z. w. tätig sein!

Dies muss aufgearbeitet werden!

Bernd Heinicke

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