Rechtsextreme wollen Königs Wusterhausen am kommenden Sonnabend wieder einmal zu ihrem Aufmarschgebiet machen. Sie werden diesmal auf einen noch breiteren Widerstand stoßen. Das Bündnis gegen Rechts, das Verbände, Initiativen und Parteien vereint, bietet den Nazis nicht allein die Stirn. Auch die Kirchengemeinden der Stadt setzen mit ihrem Friedensgebet abermals ein Zeichen. Die Aktionen gegen die Aufmärsche haben eine breitere Basis als noch vor einigen Jahren. Das ist ermutigend. Am Fontaneplatz wird außerdem ein Familienfest veranstaltet. So greift eins ins andere. Von der Kirche am Vormittag über den Demonstrationszug durch die Stadt bis zu den Aktivitäten im Neubaugebiet. Das ist eine neue Qualität. Königs Wusterhausen muss keine Angst haben, als „braune Hochburg“ gescholten zu werden. In den letzten Jahren hat die Stadt bewiesen, dass sie das nicht mehr ist. Zu verdanken ist das den Sozialarbeitern, der Kommunalpolitik, den vielen Engagierten in Bündnissen und Vereinen. Dass Rechtsextreme sich die Stadt aussuchen, kann leider niemand verhindern. Aber sie sind hier nicht willkommen, das machen die Kirchen und Einwohner deutlich. Sie sind es, die der Stadt ihren Stempel aufdrücken. Es sind nicht mehr die Rechtsextremen.