POTSDAM / INNENSTADT - Karstadt bleibt in der Brandenburger Straße. Wie die Stadtverwaltung gestern bekannt gab, ist der Mietvertrag mit der Esch-Gruppe als Immobilieneigentümer verlängert worden. Oberbürgermeister Jann Jakobs zeigte sich erfreut, „dass dieser für die Potsdamer Innenstadt so wichtige Ankernutzer erhalten bleibt.“ Man könne dem Kartstadt-Team noch vor den Festtagen und dem Jahreswechsel eine gute Botschaft überbringen. Jakobs sprach der Leitung und der Belegschaft des Karstadthauses höchste Anerkennung aus. Trotz aller Unsicherheiten auch für die persönliche Existenz hätten alle ein „hochprofessionelles und motiviertes Verhalten“ an den Tag gelegt.
Man habe nach der Kündigung des Mietvertrages mit Esch „keine Dumpingpreise, sondern marktübliche Konditionen“ in den Verhandlungen erzielen wollen, sagte Thomas Schulz, Sprecher des Insolvenzverwalters der Karstadt-Warenhausgruppe, zur MAZ. Das sei nun gelungen und ein entsprechendes „Eckpunktepapier“ mit dem Vermieter unterzeichnet. Das Potsdamer Warenhaus ist eine von fünf Karstadt-Immobilien, die zu Fondsgesellschaften der Oppenheim-Esch-Holding gehören und vom ehemaligen Karstadt-Quelle-Konzern zu offenbar überhöhten Preisen angemietet wurden. Die Insolvenzverwaltung der Warenhausgruppe hatte im November diese Mietverträge zum Ende des Jahres gekündigt, um günstigere Preise auszuhandeln. Zu eventuellen Laufzeiten neuer Mietverträge wollte sich Schulz gestern nicht äußern. Zurückhaltend gab man sich auch beim Vermieter. Er ließ lediglich erklären, dass noch „kein endgültiges Ergebnis“ vorliege. Die Insolvenzverwaltung sucht für insgesamt 120 Kaufhäuser, in denen zusammen mehr als 25 000 Beschäftigte arbeiten, einen Investor. (rai/us)