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15.12.2009

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BUGA 2015: Viel Arbeit am „Blauen Band“

Hans-Jürgen Lemle erläutert Rathenow-Projekte und „Erlebnisräume“

RATHENOW - Als in der vergangenen Woche der Zweckverband gegründet wurde, der die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion ausrichtet, machte Hans-Jürgen Lemle deutlich, dass sich die Ausrichter nun darum kümmern müssen, dass ihre Projekte auf den Weg gebracht werden.

Lemle, der nicht nur die Planungen für die Rathenower Buga-Kulissen begleitet, sondern auch die so genannten „Erlebnisräume“ mitgestaltet, hatte bei der Zweckverbandsgründung deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Regionen-Buga tatsächlich auch dazu zu machen. „Es reicht eben nicht, in den fünf Ausrichterkommunen etwas anzubieten. Wir müssen die gesamte Region zu einem Gartenschauerlebnis zusammenfassen.“ Eine Arbeitsgruppe, die sich um die „Erlebnisräume“ kümmert, hat dafür mehrere Schwerpunkte festgelegt. Kulturtourismus, Wassertourismus, die Renaturierung der Unteren Havel und Fahrradtourismus.

Das Thema Wassertourismus wird in erster Linie von der Gemeinschaftsinitiative FUN betreut. Hier sind die Ausrichterstädte ebenfalls zusammengeschlossen. „Inzwischen haben wir einen guten Überblick, wie sich einzelne Gemeinden in dem Erlebnisraumkonzept einbringen wollen“, sagte Lemle.

In Rathenow selbst wartet man derweil auf die Fördermittelbescheide. Lemle rechnet damit, dass sie im ersten Quartal 2010 übergeben werden. Auf dem Gelände, wo zurzeit noch das alte Reißverschlusswerk steht, soll der Optikpark einen Südeingang bekommen, außerdem ist geplant, hier die Buga-Gäste zu bewirten.

Ein größerer Teil des Erweiterungsgeländes soll genutzt werden, um den Park umzugestalten. Ein Rosengarten aber auch die Verbindung zwischen Unter- und Oberwasser der Havel sollen dem Optikpark zusätzlich Attraktion verleihen. Die Wasserverbindung habe zudem ökologisch große Bedeutung, heißt es in den Erläuterungen, die auch den Rathenower Stadtverordneten vorliegen. Eine Uferpromenade, renaturierte Wasserläufe, Brücken, Kieswege und Altbaumbestand ergänzen den neuen Teil des Optikparks, der dann insgesamt 10,7 Hektar umfassen wird. Die andere bedeutende Kulisse ist der Weinberg. Über eine Brücke gelangt man vom Optikpark zum Weinberg. Die Brücke ist zugleich das ehrgeizigste Buga-Projekt in der Stadt Rathenow. Das im Ansatz bereits gestaltete Rhododendrontal auf dem Weinberg soll ausgebaut werden. Dazu kommen die Friedhofsterrassen, die in ihrer historischen Form wiederentstehen. Ergänzt wird das Angebot auf dem Weinberg durch einen Klettergarten mit „Abenteuerwald“ und durch eine „Spielerlebniswelt“ in der Sandkuhle. Rund um den Bismarckturm, dessen Seitentürme dann wieder die historische Form haben werden, sind der Senkgarten und ein Gastronomiebetrieb geplant.

Rund 21 Millionen Euro kosten alle Investitionen für die Bundesgartenschau. Einen erheblicher Teil soll mit Fördermitteln bezahlt werden. Der Eigenanteil liegt dennoch bei rund 9 Millionen Euro. Ein Logo hat die Bundesgartenschau 2015 auch. Es gab ja vorher schon das blaue Band, das jetzt durch blaue Blüten ersetzt wird. Das Thema „Blaues Band“ wurde als Basis für die Gestaltung gewählt. Die fünf Blütenblätter stehen für die fünf Teilnehmerstädte. (Von Joachim Wilisch)


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