ZIESAR - Das Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters auf der Burg Ziesar beendet das Jahr mit einem leichten Besucherzuwachs. Insgesamt hätten sich 7500 Gäste in der Bischofsresidenz aufgehalten. Das sind rund 500 mehr als noch 2008.
Museumsleiter Clemens Bergstedt ist froh, dass der Besucherschwund der Vorjahre gestoppt ist. „Der leichte Trend nach oben zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Neue Exponate, interessante Sonderausstellungen und publikumsträchtige Veranstaltungen wie die ’Burgenerstürmung’ durch die Bruderschaft der Askanier sind Magneten“, sagte Bergstedt.
Pfingsten 2010 besteht das von der Stadt Ziesar betriebene Museum fünf Jahre. Große Feierlichkeiten wird es nicht geben. „Alle müssen sparen, da werden wir keinen Staatsakt machen“, so Bergstedt. So werden die Museumsmacher von damals zu einem lockeren Treffen in Ziesar zusammenkommen. Allen voran die wissenschaftlichen Förderer der Uni Potsdam und der Fachhochschule Potsdam, die „ihrem“ Museum in der Bischofsresidenz bis heute im Fachbeirat und bei neuen Projekten die Treue halten.
Unter dem Thema „Burg und Herrschaft“ wird sich das Ziesaraner Museum als Referenzstandort für eine Berliner Ausstellung präsentieren. Dazu ist im Sommer eine Sonderausstellung unter dem Arbeitstitel „Rüstung und Bewaffnung“ geplant. Das Museum greift dabei auf Exponate aus dem Besitz der Askanier-Bruderschaft zurück, die jedes Jahr für ein paar Tage in Ziesar ihr Lager aufschlagen. Ein Modell der Burg Ziesar zeigt in diesem Zusammenhang das Deutsche Burgenmuseum in Nürnberg. Auch Karl May ist nicht vergessen. Eine szenische Lesung aus seiner auf der Burg Ziesar spielenden Erzählung Wildwasser soll es im März geben.
Von Januar bis März passt sich das Museum aus Kostengründen dem Besucherstrom an. Das Haus wird um 16 Uhr, also eine Stunde früher als bisher geschlossen. Das bedeutet drei Honorarkräfte weniger. Wie weit der Sparkurs geht, wird Ziesars Haushalt zeigen, der erst noch beschlossen werden muss. (bür)