Morgen ist Weihnachten! Oder zumindest Heiligabend. Da gibt es eigentlich nur noch ein Thema: die Geschenke. Sie stehen im Mittelpunkt des Weihnachtsfests, so dass die Geschenkfrage in einem unglaublichen Druck ausartet. Worüber freuen sich die Leute? Besonders schwierig: jemanden beschenken, den man noch gar nicht so gut kennt.
Es gibt liebevolle Geschenke, die viel Mühe kosten, oder total unpersönliche Geschenke. So in der Art wie ein Locher, Duschgel oder ein Kinogutschein. Außerdem vergessen die Meisten, dass ein schönes Geschenk nicht immer etwas Gekauftes sein muss. Selbstgemachte Dinge können genauso schön sein, sie kosten weniger Geld, man hat aber ein kleines bisschen mehr Aufwand. Was verschenken junge Leute so? Verfallen sie in einen Kaufrausch oder kommt es ihnen mehr auf die Absicht an? Die MAZ hat mal bei sechs von ihnen nachgefragt, was sie ihren Verwandten und Freunden so unter den Weihnachtsbaum legen.
Johanna Bode, 17: Ich habe immer totalen Stress an Weihnachten, da ich immer erst ein bis zwei Tage vor der Bescherung beginne, alle Geschenke zu besorgen. Bis jetzt habe ich noch gar kein Geschenk. Dieses Jahr kommt hinzu, dass zwei meiner besten Freundinnen kurz nach Weihnachten 18 werden und ich da natürlich ein ganz besonders tolles Geschenk finden muss.
Tom Wolff, 18: Ich feiere Weihnachten dieses Jahr mit meinem Vater, seiner Freundin und meiner Omi. Wir haben ausgemacht, uns nichts zu schenken, da wir nur selten beieinander sind und es dieses Jahr für uns nur ums Beisammensein geht. Es ist das erste Weihnachten seit fünf Jahren, das ich mit meinem Vater verbringe.
Bettina Hamann, 22: Dieses Jahr wollte ich mal möglichst wenig kaufen und mehr selber machen. Zum Beispiel habe ich schon ganz viel gebacken und außerdem will ich noch Pralinen machen. Zum einen habe ich ziemlich wenig Geld. Und dann ätzt mich dieser Kaufrausch an Weihnachten an. Immer nur Konsum kann’s doch auch nicht sein.
Daniel Brauer, 13: Meinem Bruder schenke ich einen XXL-Bleistift, so ein 40 Zentimeter langes Riesending. Er zeichnet sehr gerne und zwar am liebsten Mangas, diese japanischen Comics. Ob er mit diesem Riesenbleistift wirklich was anfangen kann, weiß ich nicht. Ich habe das Ding in einem Laden gesehen und einfach gekauft. Irgendwas muss ich ja schließlich schenken.
Franziska Brauer, 16: Ich schenke meinem Vater ein Buch über verrückte Strafgesetze, dass ich hier auf der Jungen Seite rezensiert habe. Es ist wirklich gut und sehr witzig geschrieben. Mein Vater hat dann was zu lachen, er ist ja ein lustiger Mensch und Bücher mag er auch. Leider kommt er so selten zu lesen.
Luisa Friedel, 17: Ich schenke dieses Jahr hauptsächlich Fotocollagen, weil ich denke, dass Fotos immer eine sehr schöne Erinnerung sind. Sie sind nicht besonders aufwändig, aber trotzdem persönlich. (Von Julia Trippo und Christoph Seyfert)