Der mittelmärkische Sorgencocktail gleicht dem der meisten Bundesbürger: Es geht um Wirtschaft, Jobs, Steuern. Angela Merkel hat ausgesprochen, was in diesem besonderen Landkreis, dessen Arbeitslosigkeit auch nach einem Jahr Krise unbeirrt sinkt, keiner so recht glauben mag: Es könnte erst schlimmer werden, bevor es besser wird.
Mit Schwarzmalerei hat das nichts zu tun. Landrat Wolfgang Blasig sagt seit Monaten Ähnliches wie die Kanzlerin. Eins werde sicher ankommen in den Gemeinden: der Steuerausfall. Neben dem Gymnasium Stahnsdorf wird der Kreis sich kaum ein anderes Bauvorhaben leisten können. Etliche Straßen werden auf Dauer Buckelpisten bleiben. Das wird die Bauindustrie merken. Kommunen, die sich in Zeiten des Aufschwungs mühsam aus dem Haushaltsloch gearbeitet haben, drohen wieder in Not zu geraten – man wird nicht umherkommen, Leistungen einzuschränken. Auf dem Arbeitsmarkt kann noch lange nicht Entwarnung gegeben werden: Eine Unternehmenspleite wie Berger-Bau in Beelitz ist in Teilen der Konjunktur geschuldet.
Dennoch gilt: Gerade das Umland hat gute Eckdaten: Wohlhabende Bürger, kleinteiliges Gewerbe, steigende Bevölkerung. Die Einschnitte sollten sich in Grenzen halten.