GREBS - So lecker kann ein Start ins neue Jahr sein. Jens Koloska ist nicht nur Bäcker, der Grebser hat auch das Handwerk eines Bierbrauers gelernt und gestern beim Neujahrsfrühschoppen die Gäste im Grebser Dreiseitenhof damit bewirtet. Wer Lust auf mehr hatte, bat einfach um ein weiteres „Jens-Bier“. Leicht, süffig, mit sehr wenig Alkohol ist es genau das richtige für einen Festtags-Morgen, um nicht schon am Mittag zum Mitternachtszustand zurückzukehren.
Der Dorf- und Heimatverein lädt schon seit Jahren am 1. Januar das Dorf zum Umtrunk ein, zur Schmalzstulle, Suppe und mehr. „Die Leute kommen zusammen und unterhalten sich“, sagt Ortsvorsteher Willi Insel, „so soll es auch sein.“ Dass Verein und Ortsbeirat in einigen Tagen zum offiziellen Neujahrsempfang einladen, hat damit nichts zu tun. Die Grebser sind eben ein geselliger Menschenschlag. Und haben, das versteht sich, einige Pläne für das neue Jahr.
Kunigunde Insel vom Vereinsvorstand möchte die Dauerausstellung des Heimatmuseums behutsam erneuern. Nach so vielen Jahren „ist es an der Zeit, den Besuchern etwas Neues zu bieten“, sagt sie. Überhaupt gebe es eine Menge Themen, die aufbereitet werden müssten, ergänzt Jens Koloska. Zur Schulgeschichte gebe es viele Unterlagen, „die wir in Vitrinen und auf Schautafeln präsentieren können“. Gleiches gelte für die Zeit der Bodenreform. „Aber auch unser Wohnpark ist eigentlich schon Geschichte, die man vorstellen kann“, ist Koloska überzeugt. Ihm sei wichtig, dass sich die Menschen in den Themen wiederfinden. „Dafür müssen wir die Geschichte lebendiger dokumentieren.“
Ortsvorsteher Willi Insel hofft, „dass wir in diesem Jahr endlich unseren Naturbadestrand in Ordnung bringen können“. Dort muss der Uferbewuchs etwas zurückgeschnitten und vor allem ein Steg gebaut werden. Doch noch fehlt die Zustimmung der Besitzerin. Bislang ist die Frau aus dem Sächsischen keine Freundin dieses Projektes, sieht sie doch die Angler im Nachteil. Und denen hat sie den Görnsee verpachtet.
Wenn in diesem Jahr die Straße zwischen Michelsdorf und Grebs saniert wird, „könnte man doch den Dorf-anger und die Michelsdorfer Landstraße gleich mitmachen“, meint Insel. Auf der Wunschliste steht das Vorhaben jedenfalls. (ei)