BORKHEIDE/TREUENBRIETZEN - „So ähnlich muss es sein, wenn man in Champagner badet“, meint Anna Stühler. Das Prickeln hat sie ganz offenkundig euphorisiert. Mit den eigenen Kindern Sara und Jakob, der extra aus Berlin angereisten Schwester Christa Stühler und einer Hand voll Kindern, die sie an der Hans-Grade-Grundschule in einer Arbeitsgemeinschaft betreut hat, zelebrierte sie gestern Nachmittag die gute Laune hüpfend im Becken des Waldbades Borkheide.
Dort ist das alljährliche Angebot des Eisbadens am Neujahrstag günstiger: nämlich kostenlos. Es erfordert allerdings etwas Überwindung. Fast 30 Unentwegte ließen sich nicht lange locken. Bei Lufttemperatur von minus 2 Grad Celsius und dem kühlen Nass von 3 Grad Celsius vollzogen sie den Kaltstart ins neue Jahr. Zum sechsten Mal hatten Torsten Rütz und Mitstreiter vom Naturbadverein sowie Deutsche Lebensrettungsgesellschaft zu dem Spektakel eingeladen. „Eine tolle Sache für unseren Ort“, lobte Bürgermeisterin Angelika Schulz einmal mehr. Etwa 150 Schaulustige hatten sich – bei Glühwein und Grillwurst – vor Ort eingefunden.
Sie konnten auch Wolfgang Winkler bejubeln, der zum zweiten Mal dabei war. „Nicht lange nachdenken, einfach rein“, lautet das Rezept des 58-Jährigen, der nach eigener Aussage eigentlich im Gegensatz zu früher auf solche Abenteuer gar nicht mehr eingerichtet ist.
Bereits am Vormittag hatte das Eisbaden der Enthusiasten des MTV 1861 Treuenbrietzen stattgefunden. Zu fünft hatten sie sich in den kalten Treuenbrietzener Baggersee begeben, um dann zu wärmenden Getränken greifen zu können. (Von René Gaffron)