LUCKENWALDE - Eine witzige und spritzige Buchlesung gab es am Mittwochabend in der Bibliothek am Bahnhof. Die Autorin Ines Sommer, geborene Jurke, hat ihre Kindheit und Jugend in Luckenwalde verbracht und lebt jetzt in Österreich. Sie hat ihre Gedanken auf gut 180 Seiten aufgeschrieben und in einem Buch veröffentlicht. „Luckenwalde – Von der Freiheit in Bananen zu rechnen“ lautet der Titel auf dem sommergelben Cover. Eingeladen hatte der Stadtmarketingverein Luckenwalde. Die Autorin und der Chef des Stadtmarketingvereines Christian Schulze kennen sich aus der Schulzeit. Und da Schulze auch namentlich erwähnt wird, ließ es sich natürlich keiner von beiden nehmen, das Buch in Luckenwalde vorzustellen. Für Ines Sommer eine Gelegenheit, Familie und Freunde wiederzusehen. Für Schulze eine gelungene Werbekampagne. „Das ist doch eine Ehre für uns als Stadt, namentlich auf dem Buche zu stehen und somit werden auch die Österreicher auf uns aufmerksam“, begrüßte Schulze die zahlreichen Gäste. Es ist nicht das typische Wendebuch, was viele schon kennen. Es ist ein Buch, das das Leben von Ines Sommer auf schräge Weise widerspiegelt. Sie erinnert sich anhand von alten Tagebüchern an ihre Kindheit und Jugend, an ganz alltägliche Dinge. Sie selber schätzt sich als sensibel ein, stellte fest, dass sie schon länger im Westen lebt als im Osten. Einige Passagen las sie kurz vor.
In lockerer Atmosphäre übernahm Christian Schulze die Moderation. „Was hast du als Erstes gemacht, als die Mauer fiel“, fragte er. Nach kurzem Überlegen antwortete Ines Sommer: „Gar nichts so wirklich. Ich müsste mir jetzt was ausdenken. Aber eines weiß ich noch ganz genau. Weihnachten bin ich mit dem Zug nach Hannover gefahren und hier im Luckenwalder Bahnhof habe ich die Fahrkarte gekauft. Das war toll.“
Auch ihr ehemaliger Lehrer Christoph Vogt war an diesem Abend gekommen, um seine Schülerin wiederzusehen. (ewe)