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03.02.2010

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SOZIALES: Ein Schulanbau wäre zu teuer

Das Raumproblem lässt sich auch anders lösen / Schülerzahlen gehen zurück

VEHLEFANZ - Hauptamtsleiter Ronny Rücker ist noch einmal mit spitzem Bleistift rangegangen. Wegen der räumlichen Enge in der Schule muss die Essenausgabe für die Schüler momentan noch auf der Empore der Turnhalle über die Bühne gehen (MAZ berichtete). Deshalb war der Ruf nach einem multifunktionalen Anbau, der auch gleichzeitig die Turnhallenfläche vergrößern könnte, immer lauter geworden.

„Wir müssen immer daran denken, dass uns zwei Millionen Euro im Ergebnishaushalt fehlen“, sagte Ronny Rücker. Deshalb stimmte sich der Hauptamtsleiter noch mal mit der Schulleitung ab. „Es geht wahrscheinlich auch anders“, sagte Rücker. Mit großartigen Zuzügen ist in Oberkrämer nicht mehr zu rechnen. Und legt man die Einwohnerentwicklung der nächsten Jahre zugrunde, werden die Schülerzahlen zurückgehen. Zurzeit wird in jeder Klassenstufe noch dreizügig unterrichtet. In den fünften Klassen sogar vierzügig. Bis zum Schuljahr 2015/16 könnte die Zahl der Schüler von jetzt 413 auf 243 fallen. Dann kann die Nashornschule, so wie es ursprünglich konzipiert war, zweizügig fahren.

Zurzeit ist die Aula im Erdgeschoss noch zu drei Unterrichtsräumen umfunktioniert. Ab dem kommenden Schuljahr ist aber schon mit einer Entspannung der Raumsituation zu rechnen. „Dann wäre die Aula für die Essenversorgung schon zu zwei Dritteln nutzbar“, so Rücker. „Mindestens 70 Kinder könnten dann dort essen“, hat er durchgerechnet. Auf der Empore der Turnhalle finden jetzt 50 Kinder Platz. Zum Schuljahresende 2010/2011 wäre die Aula komplett frei. Sie ist eigentlich für schulische Veranstaltungen gedacht und lässt sich mit Hilfe von Falttüren in drei Räume teilen. In dem großen Vorraum der Aula könnte eine Essenausgabe eingerichtet werden. „Die Ausgabe sollte gleich so gebaut werden, dass sie multifunktional für Veranstaltungen mit nutzbar ist.“

Ganz umsonst ist diese Lösung natürlich auch nicht. Zusätzliche Haushaltsmittel würden trotzdem gebraucht“, meint Rücker. Er rechnet mit einem fünfstelligen Betrag.

Als Ronny Rücker seine Überlegungen den Mitgliedern des Sozialausschusses vortrug, konnten diese ihm folgen. Auch sie favorisierten einstimmig die Variante, im nächsten Schuljahr die Aula zur Essenversorgung zu nutzen.

In der kommenden Woche widmet sich der Hauptausschuss diesem Thema. (Von Andrea Kathert)


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