Des Kaufmanns Gruß ist die Klage. Besonders gern und häufig jammern Firmenchefs derzeit über faule Lehrlinge und Nachwuchsmangel. Dabei tragen sie für letzteren nur allzu häufig selbst die Schuld. Natürlich ist es unbestritten, dass viele Schulabgänger oft nur mangelhafte Noten und keine Lust auf Lehre haben. Doch den jungen Leuten von vornherein keine Chance zu geben, ist ganz gewiss der falsche Weg. Denn es geht auch anders, wie die Praxis immer wieder zeigt. Wie man sich rechtzeitig den eigenen Nachwuchs heranbildet und aus schüchternen Zeugnisträgern junge Erwachsene mit Elan und neuem Wissen macht, zeigt eindrucksvoll die Belziger „Springbachmühle“. In dem von der Inhaberfamilie Muschert geführten Haus werden Jahr für Jahr neue Azubis aufgenommen. Nur selten kam es bislang vor, dass Lehrlinge und Meister nicht zusammenpassten. Umso öfter fanden junge Fachkräfte hier einen festen Vertrag nach ihrer Lehre und blieben in Belzig. Die Springbachmühle hat in der Gastronomie längst einen guten Ruf erworben, auch weit über den Fläming hinaus. Ein Ausbildungsplatz dort gilt unter Schülern als Sechser im Lotto, zum einen wegen der Qualität der Lehre, zum anderen wegen der Jobgarantie, zum Vorteil aller Beteiligten.