BRIESELANG - Schwarzwurzelig kommt Clemens Peter Wachenschwanz daher. Am Freitag tritt der Leipziger mit seinem Musikkabarett „Schwarzwurzeln“ in Brieselang auf. Er hat dieses brutal unterschätzte Gemüse zum Thema erhoben, doch ohne davon vegetarisch zu werden.
Wachenschwanz eröffnet damit die neue Saison im Theater „Phönix“. Darin hat der Verein wieder selbst die Programmgestaltung übernommen, knüpft aber an Erprobtes und Gelungenes an. Kabarett, Musiktheater, Musik, Familientheater, Kinderprogramme – so die Bestandteile der neuen Spielzeit. 13 Termine stehen bis 9. Mai im Kalender.
„Neu ist das Angebot für Kinder“, sagt Tobias Gablunsky, 2. Vorsitzender des Theatervereins. Das Berliner Zuckertraumtheater kommt gleich zweimal, im Februar und April zeigt es die Stücke „Quak, Pieps, Miau“ und „Bli-bla-Blütentanz“. Die Titel lassenes vermuten: Dieses Angebot richtet sich an die Kleinen, und zwar an die ganz Kleinen, nämlich an Kinder ab zwei Jahre.
Mit Kabarett sind Veranstalter von Kleinbühnen oft auf der sicheren Seite. Das hoffen auch die Brieselanger. Neben Clemens Peter Wachenschanz haben sie einen weiteren Kabarettisten verpflichtet. Gerd Hoffmann gastiert Anfang April mit seinem Programm „Auf kein Neues“. Mit Dorit Gäbler kommt ein fernsehbekanntes Gesicht auf die kleine Bühne. Die Sängerin und Schauspielerin knüpft am 25. April mit dem Programm „Ein Kessel Buntes“ an bekannte Erfolge an.
Günter Rüdiger, der 2009 das Theater inhaltlich gestaltete, ist diesmal als Schauspieler und Sänger zu erleben. Im März singt und rezitiert er in einem Programm, das an Jacques Brel und Klaus Hoffmann, an Pablo Neruda und Kurt Tucholsky erinnert. Im Mai führt er sein erfolgreiches Kollo-Programm auf.
Das Amateurtheater „Phönix“ selbst führt im Februar noch zweimal seine Vorjahresproduktion „So wie meiner kann’s Keiner“ auf. Die Bühne soll auch Lokalmatadoren offenstehen. So passt der Auftritt von Volker Halbbauer ins Konzept. Der Brieselanger Saxophonist spielt an diesem Sonntag mit seinem Boogiepartner K. C. Miller.
Tobias Gablunsky hofft auf ein volles Haus zum Auftakt. Das gäbe dem Verein viel Kraft bei seinem nicht leichten Wirken. „Wir haben nach wie vor keine Planungssicherheit“, erklärt er mit Blick auf die Besitzverhältnisse des Hauses. Der Verein verhandelt mit einem Insolvenzverwalter, die Versteigerung des Gebäudes der Firma Menü-Service im Januar hatte kein Ergebnis gebracht. So lange das so bleibt, wird der Verein seine Räume zu sehr günstigen finanziellen Konditionen nutzen können.
Info Karten im Brieselanger „Bücherwurm“ oder unter (03 32 32) 2 30 30. (ms)