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09.02.2010

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UNTERHALTUNG: Fröhlichkeit in rot und weiß

Tolle Stimmung beim traditionellen Seniorenkarneval des BCV

GROSSWUDICKE - So manchem Erben dürfte es Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben. „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen...“, sangen begeistert rund 200 Gäste im Vereinshaus und schunkelten dazu auch noch ganz vergnüglich. Die Stimmung war ausgelassen. Der Buckower Carneval Verein (BCV) steckt mitten in seiner 27. Saison, die sich anschickt, wieder ein voller Erfolg zu werden.

Am Sonntag dann ging eine schöne BCV-Tradition über die Bühne. Im Vereinshaus wurde der jährliche Seniorenkarneval gefeiert. Während sich das närrische Volk mit Stimmungsliedern so richtig in Schwung brachte, war der Elferrat erst einmal in heller Aufregung. Das Prinzenpaar fehlte noch.

So schaute die BCV-Regierungsriege sehnsüchtig zum Eingang. Aber da tat sich nichts. Dagegen wurde in der Garderobe eifrig gearbeitet. Der Schneider musste noch einmal Hand anlegen, um das Kleid der Prinzessin in Form zu bringen.

Die Wartezeit verkürzte das Kinderballett des BCV. Dann dauerte es nur noch wenige Augenblicke. Das Kleid war repariert, das Warten hatte ein Ende. Prinzessin Ina I. und ihr Prinz Maik II. hielten Einzug in den Saal und verkündeten sogleich Kussfreiheit. Die Männer des Elferrates atmeten durch. Nun war endgültig alles klar für eine über zweistündige abwechslungsreiche und humorvolle Karnevalssitzung mit 22 Programmpunkten.

Einmal mehr bestach mit Humor und Büttenwitz Anita Meier als Vereinsputze. Eine bescheidene Frau, die sich bei ihrem Mann bedankte. Denn der lobt sie jede Woche einmal – und zwar immer, wenn sie ihm einen Kasten Bier holt.

Ansonsten gehörte das karnevalistische Rednerpult vor allem dem Nachwuchs. Das Publikum honorierte es mit viel Applaus. Tim Bräsel plauderte als „junger Erwachsener“ über seine Kindheitserfahrungen. Gleich zwei Akteure gaben in dieser Saison ihren Bütteneinstand beim BCV. An der Wirtschaftskrise lasse sich als Insolvenzverwalterin gut verdienen, erzählte Doris Poser zum Seniorenkarneval. Felix Menzel gab unumwunden zu, dass es für ihn noch etwas gewöhnungsbedürftig sei, mit närrischer Spitzfindigkeit zu sprechen. Überredet worden war der Großwudicker Ortsvorsteher dazu vom Elferrat am 11.11. nach der Schlüsselübergabe. Menzel blieb seiner Linie treu und kam in die Bütt als „Jung Politiker“. Die Gesundheitspolitik bezeichnete er als „Eigentor“. Auch in Milow sei es wie im Bund – die Kassen leer.

Damit lag „Politiker Felix“ auf einer Wellenlänge mit der BCV-Singlegruppe. Die „Nachtigallen“ hatten zuvor das diesjährige Saisonmotto gezwitschert „Die Wahl rot/weiß, da seid ihr richtig, denn Spaß und Frohsinn sind sehr wichtig“. (Rot und weiß sind die Vereinsfarben es BCV) Auf dem Parkett sorgten die Sternchen für Temperament, wie auch Turner, Bauchtanzgruppe, Frauenballett und Männerballett. (Von Norbert Stein)


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