Groß ist die Zahl derer, die dem Projekt Heimatmuseum positiv gegenüberstehen. Was bis heute allerdings fehlt, sind verbindliche und klare Zusagen. Der Verein, der immer noch in der verlängerten Gründungsphase steckt, ist derzeit nicht in der Lage, größere Räume für ein Museum anzumieten oder gar zu kaufen. Die Stadt wird ihren geschichtsbewussten Bürgern also finanziell unter die Arme greifen müssen. Gespräche zwischen Förderverein und Stadt haben längst stattgefunden. Dass ein konkretes Ergebnis bisher ausblieb, mag auch daran liegen, dass die Kommunikation zwischen beiden nicht immer ohne Missverständnisse funktioniert: Man warte noch auf ein Angebot der Stadt, sagt der Vereinsvorsitzende. Zunächst einmal müsse der Verein klären, welchen Standort er will und ein Konzept vorlegen. Dann könne man über eine Förderung sprechen, heißt es dagegen in der Verwaltung. Damit macht es sich die Stadt zu einfach. Dort sollte man sich nicht einfach zurücklehnen und auf den fertigen Vorschlag des Vereins warten. Wenn man das Heimatmuseum wirklich will, sollte man die Mitglieder des Vereins vielmehr an die Hand nehmen und ihnen aktiv dabei helfen, mögliche bürokratische Hürden, die einem Museum im Wege stehen, aus dem Weg zu räumen.