Die gestrige Demonstration der Gewerkschaft Verdi in Potsdam hat erneut verdeutlicht, wie die Stimmung in vielen Rathäusern, Kitas oder Horten ist. Sie ist angespannt bis schlecht – wofür es viele Gründe gibt. Dass aus dem Landkreis Havelland bei diesem ersten Warnstreiktag zunächst nur Falkenseer Verdi-Mitglieder angesprochen worden waren, hat seine spezielle Ursache. Wohl in keiner anderen Stadt stehen die Mitarbeiter derart unter Leistungsdruck wie in der Gartenstadt. Besonders Falkenseer Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes müssen immer mehr bewältigen. Die Kommune wächst rasant und mit ihr in vielen Bereichen der Verwaltung die Aufgaben von der Planungsphase bis hin zum Vollzug. Die Personalstellenzahl freilich hinkt dieser Entwicklung hinterher, ganz zu schweigen vom finanziellen Ertrag. So bildet sich der Nährboden für Unmut, Frust und Krankheit. Die hohe Belastung, unter der die Mitarbeiter stehen, ist übrigens ein Umstand, den auch der Falkenseer Bürgermeister gern erwähnt, wenn er zum Beispiel begründet, warum die Stadtverordneten doch bitte absehen mögen von arbeitsintensiven Anfragen an die Verwaltung. Dieser verbale Rückhalt ist zwar schön. Wirklich zählbar und wirksam sind aber nur angemessene Tarifabschlüsse.
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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