Potsdam/Guben (dpa/bb) - Die Beschäftigten des zahlungsunfähigen Teppichfaser-Herstellers Laufaron in Guben (Spree-Neiße) können in eine Transfergesellschaft wechseln. Das Wirtschaftsministerium habe
dafür ein Darlehen von 475.000 Euro bewilligt, sagte heute eine Sprecherin. Dieses Ergebnis sei am Montagabend im Gespräch von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) mit dem Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning vereinbart worden. Mit dem Geld könne für die nächsten Monate unter anderem das Kurzarbeitergeld von 67 auf 80 Prozent aufgestockt und die Tätigkeit der Übergangsgesellschaft finanziert werden.
Christoffers zeigte sich den Angaben zufolge erfreut, dass die Mitarbeiter nun Zeit für Qualifizierungen und für die Suche nach anderer Arbeit erhalten. Von den 92 Mitarbeitern der Laufaron GmbH wollen nach Gewerkschaftsangaben 85 in die Übergangsfirma wechseln. Sie hatten mit Einwohnern am Montag in Guben dafür protestiert, dass die Werkseigentümerin, die Berliner Pongs & Zahn AG, eine Kreditbürgschaft zur Gründung der Transfergesellschaft abgibt. Diese Bürgschaft sei nicht gekommen, hieß es. Dennoch habe das Ministerium den Kredit gewährt.
Zuletzt waren Mitte Januar Verhandlungen mit einem möglichen Investor zum Kauf der Laufaron GmbH gescheitert. Laufaron hatte im Juni 2009 das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Cottbus beantragt, nachdem die Aufträge stark eingebrochen waren.
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