Suche der Märkischen Allgemeinen:

Suchbegriff eingeben und abschicken
Auswahl der Suchkategorie

Wetter in Brandenburg:

6ºC
Symbol: aktuelles Wetter in Brandenburg

Metamenu:


Sie befinden sich hier:

  1. » Märkische Allgemeine
  2. » Nachrichten
  3. » Brandenburg/Berlin
  4. » MAZ-Überblick
10.02.2010

Beitragsfunktionen:

VERKEHRSSICHERHEIT: Mehr Unfälle, aber weniger Tote

Gemischte Bilanz für 2009

POTSDAM - Ein leichter Anstieg der Unfallzahlen, aber eine Abnahme der Zahl der Verkehrstoten – das ist der Kern der vorläufigen Verkehrsunfallbilanz 2009 für das Land Brandenburg. Insgesamt registrierte die Polizei 82 754 Unfälle (2008: 81 255), 202 Menschen kamen dabei ums Leben – 20 weniger als 2008.

„Oft ist überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache“, sagte Innenminister Rainer Speer (SPD) gestern bei der Vorstellung der Zahlen. „Es wäre ein Fortschritt, wenn manche Autofahrer mehr den Kopf gebrauchen würden als das Gaspedal.“ Der Minister verwies auf die tragischen Auswirkungen schwerer Unfälle auf die Familien und beklagte: „Es jagen noch zu viele Spätpubertierende mit vier Rädern durch die Alleen.“ Er würde es begrüßen, wenn auch in Deutschland ein Tempolimit auf Autobahnen gelten würde, sagte Speer. Die sei aber eine bundespolitische Entscheidung.

Die Zahl der Verletzten lag mit 10 731 Personen etwas höher als im Jahr 2008. Je 100 000 Einwohner kam es in Brandenburg zu 341 Unfällen mit Toten und Verletzten – das ist bundesweit die niedrigste Belastung. Bei einem anderen Vergleich belegt Brandenburg aber zusammen mit Sachsen-Anhalt einen der schlechtesten Plätze: Je einer Million Einwohner sind 80 Tote zu beklagen. Am sichersten fährt und geht man nach dieser Statistik in den drei Stadtstaaten.

Erhöht hat sich in Brandenburg die Zahl der sogenannten Baumunfälle. Sie stieg um 14,7 Prozent auf 2417, wobei 78 Menschen getötet wurden. Ein Problem bleiben auch Motorradunfälle. Dabei kamen im vergangenen Jahr 33 Menschen ums Leben.

Erfreuliche Daten weist die Statistik zu jungen Fahrern und zu Alkoholsündern aus. Die Zahl der durch 18- bis 24-Jährige verursachten Unfälle ist um 4,7 Prozent gesunken, die der Alkoholunfälle um 11,3 Prozent. Erhöht hat sich aber die Zahl der Unfälle mit Seniorenbeteiligung. Sie stieg um 7,9 Prozent auf 13 515. Rund 62 Prozent dieser Unfälle sind von den Senioren selbst verursacht worden. Die Zahlen spiegeln auch die demografische Entwicklung wider: Inzwischen sind 22 Prozent der Brandenburger älter als 65 Jahre. Infrastruktur-Staatssekretär Jörg Vogelsänger regte an, beispielsweise in Seniorenverbänden über das Autofahren im Alter und die entsprechenden gesundheitlichen Anforderungen zu sprechen. (Von Stephan Laude)


Ihre Meinung ist gefragt!

Landespolitik aus der MAZ von gestern, vorgestern, vor drei Tagen

Aktuelle Angebote aus Ihrer Region

MAZonline on Facebook

Was halten Sie von der Verkürzung des Wehrdienstes?

Abstimmung


Stimme abschicken
» Zum Ergebnis
» Alle Abstimmungen