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05.03.2010

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Wirtschaft: Mehr Umsatz als erwartet

Schloss Ribbeck GmbH fuhr rund 300 000 Euro ein

HAVELLAND - Sonja Hermann hatte mit einem harten Jahr gerechnet. Weil es finanziell aber besser lief als erwartet, ist die Stimmung wieder gut. „Wir haben einen höheren Umsatz erwirtschaftet als er ursprünglich kalkuliert war“, bilanzierte die Geschäftsführerin der Schloss Ribbeck GmbH am Mittwochabend sichtlich erleichert im Kreiswirtschaftsausschuss.

302 000 Euro fuhr die kreiseigene GmbH seit der Eröffnung des Schlosses Ribbeck im Juli 2009 ein. Gerechnet hatte die Gesellschaft mit einem Umsatz von maximal 226 000 Euro. „Wir liegen also mit 34 Prozent über der Planzahl“, so Sonja Hermann. Zu verdanken sei dies ihrem „fantastischen Team“, das quasi rund um die Uhr gearbeitet habe. Mit Blick auf die Ausgabenseite – das meiste Geld verschlingen die Personalkosten – musste die Stimmung jedoch verhalten optimistisch bleiben. Die lagen nämlich rund 15 Prozent höher als die geplanten 375 000 Euro. Der Schlossbetrieb bleibt damit vorerst ein Zuschussgeschäft. „Wir hoffen, spätestens in fünf Jahren die schwarze Null zu erreichen“, sagte Hermann, und zwar ohne Subvention. Im aktuellen Jahr will der Kreis noch 115 000 Euro zu den Betriebskosten zuschießen. „2009 waren es 126 000 Euro“, informierte Roberto Cardeneo, Amtsleiter für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung. Deutlich weniger soll es in den kommenden Jahren nicht werden. Man wolle der GmbH einen finanziellen Puffer lassen, selbst wenn es besser laufe, so Cardeneo.

Positiv waren in den ersten sechs Monaten auch die Besucherzahlen im neuen, touristischen Vorzeigeobjekt des Landkreises. Von Juli bis zur Winterpause im Januar zählte das Schlossmuseum 9913 Besucher. 94 Reisegruppen reisten an, und 21 Paare heirateten im Schloss Ribbeck. Es gab 32 Tagungen und 17 Kulturveranstaltungen, darunter Konzerte und Ausstellungen. „Das meiste Geld kostet die Kultur“, informierte Sonja Hermann den Ausschuss. Das Restaurant wiederum bringe die meisten Einnahmen.

Auch die Schwachstellen ließ die Geschäftsführerin nicht aus. Die Parkplatzsituation etwa müsse unbedingt besser werden. „Und wir brauchen Betten in Ribbeck.“ Keine Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort seien der häufigste Absagegrund für Heiratswillige, so Hermann. „Dieses Problem ist nur privatwirtschaftlich lösbar“, erklärte dazu Landrat Burkhard Schröder. Der Kreis könne kein Hotel bauen. (Von Ulrike Kiefert)


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