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10.03.2010

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BAUEN: Gebetsraum und Verwaltungstrakt

Neue Synagoge kostet fünf Millionen Euro / Land finanziert vor / Stadt reißt auf eigene Kosten den Altbau ab

POTSDAM / INNENSTADT - Lange wurde um den Neubau einer Synagoge in Potsdam gerungen. Nachdem die Finanzierung geklärt war – das Land zahlt die Baukosten von rund fünf Millionen Euro – galt es, in einem europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb einen Entwurf zu finden. Hier siegte das Berliner Büro Haberland, das sich gegen 25 Mitbewerber durchsetzte. Jost Haberland schlägt auf dem engen Grundstück in der Schlossstraße einen Viergeschosser vor, der im Untergeschoss ein Mikwe-Bad beherbergt und auf dessen Dachterrasse Mandelbäumchen wachsen sollen. Alle Wettbewerbsbeiträge setzten auf moderne Architektur, darunter auch ein viel bewunderter Entwurf eines italienischen Büros, der aber für das Land viel zu teuer gewesen wäre. Kern der neuen Synagoge wird ein drei Geschosse hoher Gebetsraum, der nur von einem Oberlicht beleuchtet ist. Die glatte, moderne Fassade aus Glindower Ziegeln wurde hingegen bei einer Vorstellung der Pläne im Dezember als „zu glatt, zu schlicht, zu wenig sakral“ kritisiert. Neben dem Gebetsraum, in dem rund 200 Männer und 50 Frauen Platz finden, beherbergt die Synagoge auch ein Gemeindezentrum sowie zahllose Büros in einem Verwaltungstrakt. Ebenso sind Unterrichtsräume und eine Bibliothek vorgesehen. Das Grundstück an der Schlossstraße gehört dem Land, das es kostenlos überlässt. Es ist rund 70 000 Euro wert. Den Abriss der dort jetzt stehenden „Wasserwirtschaft“ übernimmt die Stadt. Er wird 150 000 Euro kosten. (bos)


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In diesem Forum gibt es 5 Einträge

» Biggles | 10.03.2010, 09:48

Gebetsraum und "Verwaltungstrakt"


Zahllose Büros? Verwaltungstrakt? Sind das Fakten oder ist das schon Meinung. In einer Polemik hätte ich das vermutet, in einem journalistischen Artikel nicht.
Zahllos ist die Anzahl der Büros für diejenigen, die nicht bis drei zählen können. Auf den Plänen werden diese Räume unabhängig von ihrer späteren Nutzung als Büros genannt.
Der sogenannte „Verwaltungstrakt“ ist ein Gemeindezentrum, das wird mithin sehr gern verschwiegen. So lässt es sich besser polemisieren. Es ist eben kein reiner Synagogenbau. Daraus allerdings war und ist nie ein Geheimnis gemacht worden.

Rico Bigelmann, Mitglied im Bauverein

» Cohen777 | 10.03.2010, 13:18

Tennung von Staat und Kirche...


Die Stadt Potsdam bezahlt den kompletten Synagogen-Neubau, überlässt das Grundstück kostenfrei und der Abriss der Altgebäude ist für die jüdische Gemeinde auch noch kostenlos.Wenn man polemisieren wollte könnte man hier ansetzen.Macht aber natürlich keiner.Wie viele Büros dadurch enstehen oder ob man es am Ende Verwaltungs-oder Gemeindezentrum nennt interessiert den Steuerzahler dann wohl auch nicht mehr...

» pfekar | 10.03.2010, 16:51

Polemik


Sie sagten:"Macht natürlich keiner".
Warum nicht?

» Cohen777 | 10.03.2010, 18:29

warum,warum...


Tja,warum eigentlich nicht?!Nicht aus mangelnder Gelegenheit, es liegt wohl eher daran das hierzulande einige Kulturkreise nicht mal ansatzweise mit Kritik bedacht werden können ohne gleich eine heftige Gegenreaktion auszulösen (siehe Leserbrief oben).

» benni | 11.03.2010, 04:15

Biggles hat vollkommen recht !


wer nicht bis drei zählen kann z.B. Tschaikowsky,Glinka und Schostakowitsch - sollte nicht
arrogant in fremden Gefilden delettieren.

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