POTSDAM / INNENSTADT - Lange wurde um den Neubau einer Synagoge in Potsdam gerungen. Nachdem die Finanzierung geklärt war – das Land zahlt die Baukosten von rund fünf Millionen Euro – galt es, in einem europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb einen Entwurf zu finden. Hier siegte das Berliner Büro Haberland, das sich gegen 25 Mitbewerber durchsetzte. Jost Haberland schlägt auf dem engen Grundstück in der Schlossstraße einen Viergeschosser vor, der im Untergeschoss ein Mikwe-Bad beherbergt und auf dessen Dachterrasse Mandelbäumchen wachsen sollen. Alle Wettbewerbsbeiträge setzten auf moderne Architektur, darunter auch ein viel bewunderter Entwurf eines italienischen Büros, der aber für das Land viel zu teuer gewesen wäre. Kern der neuen Synagoge wird ein drei Geschosse hoher Gebetsraum, der nur von einem Oberlicht beleuchtet ist. Die glatte, moderne Fassade aus Glindower Ziegeln wurde hingegen bei einer Vorstellung der Pläne im Dezember als „zu glatt, zu schlicht, zu wenig sakral“ kritisiert. Neben dem Gebetsraum, in dem rund 200 Männer und 50 Frauen Platz finden, beherbergt die Synagoge auch ein Gemeindezentrum sowie zahllose Büros in einem Verwaltungstrakt. Ebenso sind Unterrichtsräume und eine Bibliothek vorgesehen. Das Grundstück an der Schlossstraße gehört dem Land, das es kostenlos überlässt. Es ist rund 70 000 Euro wert. Den Abriss der dort jetzt stehenden „Wasserwirtschaft“ übernimmt die Stadt. Er wird 150 000 Euro kosten. (bos)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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