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10.03.2010

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FUSSBALL: Totgesagte leben länger

Tennis Borussia Berlin trotzt Spitzenreiter Babelsberg 03 einen Punkt ab

BERLIN - Das haben sich die Fußballer des Regionalliga-Spitzenreiters SV Babelsberg 03 gestern Abend sicher ganz anders vorgestellt: Vor 848 Zuschauern waren sie auf dem holprigen Rasen im Mommsenstadion zwar lange Zeit optisch überlegen, doch am Ende konnten sie froh sein, gegen den von der Insolvenz bedrohten Kontrahenten Tennis Borussia Berlin überhaupt einen Punkt gerettet zu haben. Nach der 1:0-Führung der Hausherren durch einen von Timur Özgöz in der 50. Minute sicher verwandelten Foulstrafstoß konnte Almedin Civa erst vier Minuten vor Spielende mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:1 (0:0) ausgleichen.

„Wir haben es einfach nicht geschafft, Bindung zum Spiel zu finden“, ärgerte sich Babelsbergs Trainer Dietmar Demuth. „Das war für TeBe wie ein Pokalspiel. Ohne Kampf gewinnst du da nichts.“ Die Charlottenburger waren nach Auskunft ihres gelbgesperrten Kapitäns Martin Neubert „mit dem letzten Aufgebot“ aufgelaufen, gleich sechs Stammspieler fehlten. Dennoch stemmten sie sich von Beginn an engagiert gegen die Babelsberger, denen spielerisch nicht viel gelang. Lediglich Anton Müller konnte in der ersten Hälfte mit einem Schuss an den rechten Innenpfosten ein Achtungszeichen setzen (15.).

Nach dem Seitenwechsel kam es sogar noch schlimmer für Nulldrei. Die Innenverteidiger Björn Laars und Joan Oumari waren sich nicht einig, wie sie Angreifer Florian Beil stoppen sollten und rissen ihn im Strafraum um. Schiri Thomas Gorniak pfiff sofort Elfmeter, Özgöz traf.

Nach dem Tor brachte Trainer Demuth mit Patrick Moritz und Stefan Kutschke zwei frische Leute, doch zwingende Chancen sprangen zunächst nicht heraus. Im Gegenteil, SVB-Keeper Marian Unger musste sich bei einem Fernschuss von Julian Austermann mächtig strecken (59.), um das 0:2 zu verhindern.

Erst als TeBe die Kräfte schwanden, gelang den Gästen doch noch der Ausgleich durch Civa. Kurz zuvor hatte TeBe-Keeper Marc Stillenmunkes einen Schuss Guido Kocers pariert (82.). „Veilchen“-Coach Thomas Herbst freute sich dennoch: „Meine Jungs haben sich hervorragend aus der Affäre gezogen.“ Totgesagte leben länger. (Von Jens Trommer)


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