BAD BELZIG - „Nach der Saison ist vor der Saison“, lautet für die Landwirte das Motto. Sie bereiten bereits ihre Personalplanung für die Ernte 2010 vor.
Zwischen Havel und Fläming werden sie dabei wie in den vergangenen Jahren von der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit (Maia) nach einem in fünf Jahren bewährten Prinzip unterstützt. Als ihr Partner prüft das Potsdamer Unternehmen Agro-Time demzufolge in Informationsveranstaltungen körperliche Voraussetzungen und Motivation der Bewerber, um möglichst die Erwartungen beider Kunden-Seiten erfüllen zu können. „Alles geschieht auf freiwilliger Basis“, betont Projektleiter Dirk Johl. Sein Unternehmen vermittelt die Saisonarbeitskräfte erfolgreich in bis zu 40 landwirtschaftliche Unternehmen des Landkreises Potsdam-Mittelmark, organisiert Fahrgemeinschaften, betreut und unterstützt die Landwirte ebenso wie die Erntehelfer bei bürokratischen Aufgaben (beispielsweise bei der Beantragung des Fahrtkostenzuschusses). Damit konnten, so der Arbeitsmarktexperte, in den vergangenen Jahren nicht nur Vorurteile der Landwirte gegenüber Saisonarbeitskräften aus der Region abgebaut werden. Oft ergibt sich gar durch nahtlose Weiterbeschäftigung Arbeit für neun Monate. Dazu gehören neben den reinen Tätigkeiten als Erntehelfer der Verkauf, Jobs im Lager sowie als Kraftfahrer.
Für manch einen ist es gar die Chance: „In den vergangenen Jahren haben etwa 20 Prozent der Saisonarbeitskräfte sogar den Sprung in feste Arbeit außerhalb der Saison geschafft“, heißt es in einer Presseinformation der Maia. Die Behörde empfiehlt den Interessenten deshalb, bereits jetzt Gespräche mit den persönlichen Beratern zu führen. MAZ
Auskünfte und Anmeldungen bei Agro-Time, Potsdam, Anhaltstraße 2, (03 31) 7 40 42 60.